Nach der 3:9-Niederlage vom Freitag gegen Bienne Skater 90 war von den Gerlafinger Gekkos eine Reaktion gefordert. Obwohl die Playoff-Qualifikation bereits gesichert war, wollte man den obligaten Pflichtsieg gegen den siebtplatzierten Gegner aus der Westschweiz La Tour II einfahren. Und so starteten die Solothurner auch voller Selbstvertrauen in die Partie. Bereits in der ersten Minute erspielten sie sich zwei gute Torchancen, welche auch verwertet wurden. Marco Kummer und Patrick Rolli, die beiden Toptorschützen der Mannschaft, brachten die Gastgeber in Front.

In diesem Stile ging die Partie weiter. Gerlafingen mit vielen Chancen und sehenswerten Kombinationen, was in der 5. Minute mit dem 3:0 belohnt wurde. Erneut durfte sich Patrick Rolli feiern lassen. Die Startphase hatte es in sich, sodass die Westschweizer auf einmal gefährlich vor Daniel Heebs Tor auftauchten und prompt mit einem Schlenzer den Anschlusstreffer realisierten. In regelmässigen Abständen ging der Torsegen weiter, bis zur ersten Drittelpause stand es bereits 5:2.

Nebst zahlreichen Strafen, welche Zündstoff in die Partie brachten, war eine ominöse Spielsituation im Torraum der Gekkos ein Gesprächsthema in der Pause. Heeb kam nach einem Torschuss zu Fall und La Tour versuchte, sich diesen Vorteil zunutze zu machen, wobei sich auf einmal vier Spieler im Torbereich duellierten. Irgendwie gelang es La Tour dann doch noch, den Ball im Tor unterzubringen.

Vorentscheidung im Mitteldrittel

Das 2. Drittel begann trotz einer Powerplay-Situation für die Gekkos etwas ruhiger als das erste. Das Spiel plätscherte danach ein wenig vor sich hin, als auf einmal Captain Stefan Thüler aus dem Nichts heraus mit dem 6:2 die Vorentscheidung markierte.

In den beiden Schlussabschnitten häuften sich die Strafen, worunter jedoch keinesfalls das Niveau des Spiels litt. Die Zuschauer bekamen eine packende Schlussphase zu sehen, bei der die Solothurner schliesslich mit 10:5 die Oberhand behielten. Marc Lange, der seit Anfangs Juli Cheftrainer der 1. Mannschaft ist, war sichtlich zufrieden mit seiner Mannschaft: «Im Gegensatz zur Partie am Freitag gegen Biel sind wir heute viel kompakter gestanden, zudem haben wir heute aus unseren Torchancen die nötigen Tore gemacht.» Nichtsdestotrotz gibt es noch Verbesserungspotenzial. «Wir hatten rund 60 Schüsse auf das gegnerische Tor, darunter gute Torchancen, und wenn man davon nur 10 verwertet, ist das etwas zu wenig. Ausserdem haben wir dem Gegner viele Chancen zugestanden, was nicht nötig gewesen wäre. Das Resultat hätte eindeutiger ausfallen können.»

Am 29. September bestreiten die Gekkos die erste Runde der Playoffs, wo in der letzten Saison, damals noch unter Trainer Jacques Mabillard, im Halbfinale Endstation war. «Man muss sich immer hohe Ziele setzen, in diesem Fall das Erreichen des Finals. Das Ziel muss immer sein, möglichst weit zu kommen, doch wir nehmen Spiel für Spiel», so Lange.