Im Nordwestschweizer Derby der Nationalliga B trafen die Red Rocks Rothenfluh zu Hause auf die Gekkos aus Gerlafingen. In einem lange ausgeglichenen Spiel behielt das Heimteam das glücklichere Händchen und gewann schliesslich mit 6:3. Lange hat es sehr gut für die Solothurner ausgesehen. Der Gast ging bereits in der früh durch David Widmer in Führung. In der Folge hatten die Gekkos mehrere Chancen, das Skore zu erhöhen.

Nach 9 gespielten Minuten gelang David Erny aber nach einem mustergültigen Konter der Ausgleich. Die Reaktion der Gerlafinger liess nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später konnte die Führung wieder hergestellt werden. Die Gekkos drückten danach weiter aufs Gaspedal, konnten aber keinen weiteren Treffer erzielen. Im Gegenteil. Noch vor Ablauf der ersten 20 Minuten war es erneut Erny, der zum 2:2 einschoss.

Gekkos zeigten Moral

Die Red Rocks konnten nach einer Strafe gegen Gerlafingen im Mitteldrittel mit einem Spieler mehr das Feld betreten. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Dominik Weber die erstmalige Führung für die Platzherren. Die Solothurner liessen sich nicht beirren und powerten munter weiter. Chance um Chance spielten sie sich heraus, trafen aber dreimal nur die Torumrandung und scheiterten immer wieder an Red Rocks Goalie Michael Dürst, der mehr und mehr zum Matchwinner avancierte. Die Baselbieter schienen ihren abwesenden Liga-Topscorer Remo Hunziker schmerzlich zu vermissen. Rothenfluher Angriffe waren rar. Wenn sie aber vor dem Gekkos-Tor auftauchten, wurde es aber brandgefährlich. Und so kam es, dass nach Ablauf der Spielhälfte das Heimteam mit einem Doppelschlag zum 5:2 innert 40 Sekunden davonziehen konnte.

Im letzten Drittel verteidigten die Platzherren ihren Vorsprung geschickt und konnten in der 53. Minute mit dem 6:2 durch Dominik Hess den Sack endgültig zumachen. Den Gerlafingern gelang kurz darauf zwar noch das 3:6, dies war dann aber nicht mehr als Resultatkosmetik.

Zu viele Chancen vergeben

Gekkos-Coach Marc Lange war nach dem Spiel bitter enttäuscht. «Es wäre sicher mehr dringelegen. Rothenfluh hat bestimmt nicht seine beste Leistung abrufen können. Aber wenn du so viele Torchancen liegen lässt, wie wir das heute getan haben, dann wirst du halt dafür bestraft.» Lange zieht trotz der Niederlage ein positives Fazit. «Wir konnten die erste Spielhälfte dominieren und spielten uns gute Tormöglichkeiten heraus.

Wir müssen das Positive aus diesem Spiel mitnehmen und weiterkämpfen. So können wir bis Ende Saison unser angestrebtes Ziel, in die Top 4 zu kommen, noch erreichen.» Die Gerlafinger liegen momentan auf Rang 6 mit 14 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Rothenfluh. Im Schweizer Cup stehen die Gekkos im Viertelfinale. «Wir legen den Fokus nicht auf den Cup. Dort versuchen wir so weit wie möglich zu kommen», meint Coach Marc Lange.