Eishockey
Gegen Sierre machte nicht nur Goalie Eichmann einen guten Job

Der SC Langenthal hat gegen Sierre einen überzeugenden 4:1-Heimsieg gefeiert. Matchwinner auf Seiten der Gastgeber war Goalie Eichmann. Held des Abends aber war Sierres Camichel, der nach einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung sein Comeback gab.

Quentin schlapbach
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Vor Langenthals Goalie Eichmann gings manchmal turbulent zu.

Vor Langenthals Goalie Eichmann gings manchmal turbulent zu.

Bei Langenthals Gegner aus Sierre gab Corsin Camichel gestern sein Comeback. Wir erinnern uns: Im Februar wurde bekannt, dass Camichel an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Der Zuger musste die Saison frühzeitig beenden und sich einer Chemotherapie unterziehen. Für die erste gute Nachricht des Abends war also schon vor dem Match gesorgt.

Verunsicherte Walliser

Das grosse Spektakel blieb im ersten Drittel aus. Die Walliser, die in den vergangenen vier Spielen viermal verloren hatten, wirkten von Anfang an verunsichert. Dementsprechend konzentrierten sie sich anfangs auch vorwiegend auf die Defensive. «Wir haben sie am Anfang nicht ins Spiel kommen lassen. Mit Jinman fehlte Sierre auch ein schneller Stürmer», sagte Marc Eichmann. Der SCL kam im Startdrittel zwar zu Chancen, die wirklich zwingenden Aktionen blieben jedoch aus. «Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass das Spiel ähnlich verläuft wie vor einer Woche gegen Ajoie, wo wir lange anrennen mussten, bis wir ein Tor schossen», so der SCL-Keeper.

Erlösung der Brägger

Eichmanns Sorge war vergebens. Im zweiten Drittel legten die SCL-Spieler noch einmal einen Gang zu. Kelly entwischte seinen Gegenspielern auf dem Flügel, passte in die Mitte auf Campell und dieser liess Zerzuben keine Chance. Es kam noch besser für das Heimteam. Kurz vor Spielmitte bot sich den Oberaargauern eine Powerplay-Situation. Guyaz sorgte mit einem Sonntagsschuss von der blauen Linie für das 2:0.

War das schon die Entscheidung? Nein, denn aus heiterem Himmel landete ein Schuss von Snell plötzlich zum 1:2 im Netz der Langenthaler. Mike Wolf hatte noch unglücklich abgelenkt. In der Folge rückte Eichmann ungewollt ins Zentrum. Als kurz nach dem Anschlusstor Guyaz auf die Strafbank musste, kam Sierre zu einigen Ausgleichschancen. Aber Eichmann zeigte in dieser Situation einmal mehr seine Klasse und hielt sein Team im Spiel. «Dafür bin ich ja da», meinte der Matchwinner nach der Partie bescheiden. Die Erlösung kam dann wiederum im Powerplay. Brägger traf zum 3:1 und in der letzten Minute erhöhte Kelly mit einem Treffer ins leere Tor zum 4:1-Endstand. «Wir haben einen guten Job gemacht», so Eichmann. In der Tat.

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