Basketball

Gegen den Leader wäre viel mehr möglich gewesen

Der BC Solothurn verliert das zweitletzte Spiel in der 1. Liga-Meisterschaft wegen einer schwachen ersten Halbzeit gegen die Lugano Tigers mit 74:82. Besonders in der Offensive der Solothurner wurden Mängel sichtbar.

Im letzten Heimspiel der Erstliga-Meisterschaft empfing der BC Solothurn mit der U23-Mannschaft der Lugano Tigers niemand geringeren als den Leader der Ostgruppe der 1. Liga in der CIS-Halle.

Die Tessiner übernahmen nach wenigen Aufwärmminuten mit ihrem rasanten Passspiel die Initiative und es war gut zu erkennen, dass diese jungen Basketballer eine sehr gute technische Grundausbildung genossen haben.

Solothurner Geschenke

Auf der anderen Seite machten es die Solothurner dem Gegner viel zu leicht. In der Defensive fehlte die Aggressivität und in der Offensive die Präzision. Dazu wurde mehr als ein Dutzend Freiwürfe fahrlässig verschenkt.

«Wir haben in der Defensive nicht den Mann gestellt», analysierte Spielertrainer Nicolas Kofmel diesen Durchhänger. «Dann war das Selbstvertrauen weg und so verliert man auch das lockere Händchen beim Wurf.»

Der grösste Sünder war dabei ausgerechnet Jason Perry. Sonst ein Leistungsträger, vergab Perry unter dem Korb todsichere Wurfgelegenheiten in Serie, die er normalerweise nicht auslässt.

So war das Match zur Halbzeit mit 27:44 eigentlich schon verloren. Nach der Pause entpuppte sich Bernard Kraijna als Leader in der Defensive. Er knöpfte mit aggressivem Körpereinsatz den Luganesi einen Ball nach dem anderen ab, ohne dabei Fouls zu begehen.

So fanden die Solothurner langsam aber sicher wieder zurück zu ihren Stärken. Drei Minuten vor Schluss war der Rückstand auf 10 Punkte zusammengeschmolzen – aber am Ende ging den Solothurnern die Zeit aus und sie verloren 74:82.

Nachwuchs ist gereift

Bei einer Niederlage mit 8 Punkten, nachdem man zeitweise deutlich über 20 Punkte zurückgelegen war, ist das Fazit schnell gezogen: Wäre Solothurn die ganze Zeit so aufgetreten wie in der letzten Viertelstunde, wäre der Leader mit Sicherheit als Verlierer aus der Halle gegangen.

Dennoch fällt die Zwischenbilanz vor dem letzten Gruppenspiel in Moutier positiv aus. Die recht häufigen Absenzen einiger Stammspieler hatten zur Folge, dass der eigene Nachwuchs zum Einsatz kam und an der Aufgabe gereift ist.

Der vierte Rang ist gesichert und nun folgt die Zwischenrunde mit Spielen gegen starke Teams aus der Romandie. Nicolas Kofmel ist vorsichtig optimistisch: «Wir müssen uns steigern und vor allem dürfen wir uns keine solch schwachen Phasen mehr leisten. Dann können wir uns für die Playoffs qualifizieren.»

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