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Geburtstagskind Hannes Hunziker beschenkt sich mit drei Zähler

FC Solothurn-Trainer Aziz Sayilir öffnete miteinem Bauchentscheid die Tür zum verdienten 2:1-Sieg bei Erstligafavorit Kriens.

Pius Rüegger
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Er kam, sah und traf: Geburtstagskind Hannes Hunziker (links).

Er kam, sah und traf: Geburtstagskind Hannes Hunziker (links).

Marcel Bieri

Der Überraschungscoup ist Solothurn bei Absteiger Kriens vollauf gelungen. Das Team von Aziz Sayilir ist in die Zentralschweiz gereist, um zu zeigen, zu was sie fähig ist. Mit einer klaren Leistungssteigerung verstanden es die Gäste, die unnötige Heimniederlage gegen Münsingen zu vergessen. Die Solothurner operierten von Beginn weg mit konsequentem Pressing. Sie hielten den Rhythmus hoch. Ebenso dezidiert stiegen sie in die Zweikämpfe. Sie diktierten die Partie, dass Kriens seine Erfahrung und Technik einbringen konnte. Trotz mehrerer Chancen blieb der erfolgreiche zunächst Torabschluss aus. «Wir wollten den Gegner überraschen, zeigen, dass wir etwas erreichen wollen», erklärt Solothurns Trainer Aziz Sayilir diesen beherzt-frischen Auftritt.

Kohler Führungstreffer

Mitte der ersten Hälfte gelang es Kriens, das Geschehen ausgeglichener gestalten. Weil die Besucher auch diese veränderten Umstände unter Kontrolle hielten, blieben die Luzerner weitgehend ratlos. Geführt von Abwehrchef Stauffer und einem aufmerksam intervenierenden Schlussmann Dedaj hielten die Aarestädter dicht – immerhin besiegte Kriens im Startspiel YB II 4:0.

Entschlossen eröffneten die Solothurner ebenfalls Hälfte zwei. «Wir sind in die zweite Halbzeit gegangen, um rasch das zu machen, was in der ersten noch nicht gewesen ist, ein Tor», dazu Sayilirs Worte. Es sollte allerdings bis zur 68. Minute dauern. Fleury lancierte Sasso aus der Mitte links aussen und dessen Querpass verwertete Kohler rechts frei zur verdienten Führung. Doch der Dämpfer folgte sogleich. Kriens nützte in der Folgeminute den einzigen mentalen Gästeaussetzer. Gjidoda glich nach Vorarbeit Unternährers postwendend aus.

Nach Gegentreffer Ruhe bewahrt

Den Gleichstand warf die Solothurner nicht aus der Bahn. In der 74. Minute konnte Fischer Veronica zwanzig Meter vor seinem Tor nur mittels Foul stoppen – gelbe Karte und Freistoss. Daraus resultierte die Matchentscheidung. «Ich dachte, Fleury übernimmt, doch unser Trainer sagte, ich soll es probieren. Ich sah, dass der Goalie etwas weit rechts steht und zielte und traf links ins Kreuz», beschreibt Hunziker seinen Siegtreffer.

Einmal mehr führte Sayilir mit einem seiner Bauchentscheide den Durchbruch herbei – und machte den Torschützen zum glücklichsten Mann auf dem Kleinfeld: Hannes Hunziker feierte am Vortag seinen 19. Geburtstag und beschenkte sich und Team gleichzeitig.

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