Triathlon
Gabriel Lombriser startet am Samstag zur Ironman-WM auf Hawaii

Es ist das Rennen der Rennen. Selbst Laien haben irgendwo, irgendwie und irgendwann davon gehört: Ironman Hawaii. Das sind nicht weniger als 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und als Zugabe noch 42 Kilometer Laufen.

Jonas Burch
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Volle Kraft Richtung Weltmeisterschaft: Gabriel Lombriser befindet sich bereits auf Hawaii und bereitet sich auf das Rennen vor. zvg

Volle Kraft Richtung Weltmeisterschaft: Gabriel Lombriser befindet sich bereits auf Hawaii und bereitet sich auf das Rennen vor. zvg

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Der Büsseracher Gabriel Lombriser will sich genau dieser Herausforderung stellen. Seit dem Abschluss der vergangenen Saison hat sich der 32-Jährige nur dieses Ziel gesetzt: die Qualifikation für diesen Mega-Event. Am Triathlon in Nizza im Juni hat er sich das Ticket für die Insel gesichert. «Es kribbelt schon gewaltig.»

Lombriser reiste schon eine Woche früher an, «um mich an das Klima und die Umgebung zu gewöhnen». Er will auf alles vorbereitet sein, wenn am 12. Oktober der Startschuss zum «Highlight meiner Sportler-Laufbahn» fällt.

Vom Gigathlon zum Triathlon

Die Liebe zwischen Lombriser und dem Triathlon ist noch jung. Über Jahre hinweg konzentrierte sich der Software-Entwickler nur auf den Laufsport. Erst am Gigathlon im letzten Jahr hat er richtig Lunte gerochen, wollte etwas Neues ausprobieren. «Die Kombination aus den drei Disziplinen hat mich gleich gepackt», sagt Lombriser. Startschwierigkeiten bereitete ihm einzig das Schwimmen. «Sagen wir es so, es ist sicher nicht meine beste Disziplin», fügt er mit einem Lächeln an. Im Schwimmbad hat er mit regelmässigen Trainings die fehlende Technik Schritt für Schritt verbessert. «Mittlerweile klappts auch ganz gut.»

Trainingsaufwand verdoppelt

Dem Ziel Ironman hat Lombriser vieles untergeordnet – und seinen Trainingsaufwand verdoppelt. Sein Arbeitspensum hat er auf 60 Prozent reduziert, um sich noch mehr dem Sport zu widmen. «Natürlich gibt es da ein Loch in der Kasse. Aber diese Abstriche muss ich eben machen», sagt er. Wie die Saisonplanung nach dem Ironman aussehen wird, lässt Lombriser bewusst offen. Gut möglich, dass er sein Arbeitspensum wieder erhöhen wird, gut möglich aber auch, dass ihn das Hawaii-Fieber auch für das nächste Jahr packt.

Bezüglich Ambitionen hält sich der Wahl-Berner zurück. Aber der Gewinner des Solothurner Sportpreises 2012 hält fest: «Ich gehe nicht zum Spass nach Kailua-Kona. Auch ich habe meine Wunschzeiten im Kopf. Wozu es am Ende reichen wird, zeigt sich dann.»

Ein bisschen Spass muss dann aber doch sein. Im Anschluss an den Ironman gönnt sich Lombriser noch gut zwei Wochen Ferien im Paradies. Man kann es ihm nicht verübeln.

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