Fussball
«Wir Jungen bringen Dynamik ins Spiel und harmonieren gut»

Gegen Luzern II hatte Solothurns Vierer-Abwehrkette einen Altersdurchschnitt von etwas mehr als 19 Jahren. «Ich schätze das Vertrauen, das unser Trainer in uns setzt», sagt Verteidiger David Stuber vor dem Schötz-Match.

Pius Rüegger
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David Stuber begann die Saison 2019/20 bei der Xamax U21 in der 2. Liga inter. Im März 2020 kehrte er zum FC Solothurn zurück.

David Stuber begann die Saison 2019/20 bei der Xamax U21 in der 2. Liga inter. Im März 2020 kehrte er zum FC Solothurn zurück.

Pascal Muller/Freshfocus

Nach dem Heimspiel vom Samstag gegen Luzern II (1:1) setzt der FC Solothurn am Mittwochabend gegen den FC Schötz seine Zentralschweizer Trilogie zum Abschluss der Coronahalbsaison fort, die am Samstag bei Zug 94 endet. Dabei dürfte Trainer Jürg Widmer in der Abwehr wieder auf die junge Lohn-Ammannsegger Konnexion mit den Gers­pacher-Zwillingen Philippe und Sebastian als Aussen- sowie David Stuber als Innenverteidiger setzen. Gegen die Reserve des FC Luzern war der 18-jährige Onno Koekenbier der vierte im Bunde.

Sie wollen ihren Anteil beitragen, aus den letzten drei Spielen das Teamziel mit sieben Punkten zu sichern. David Stuber liess sich bereits als Vierjähriger vom Fussball begeistern. Sein Vater Daniel war Junioren-Trainer beim FC Leuzigen, später Assistenztrainer im Nachwuchs des FC Solothurn.

Bei den Seeländern verblieb David Stuber vor dem Sprung zum FC Solothurn bis zur U11. Rotweiss trug er bis und mit der U17. Dass Stuber in die Xamax-Nachwuchsbewegung kam, fusst auf einer neuen Partnerschaft der Solothurner mit den Neuenburgern. «Unser Nachwuchschef Rony Vetter stellte den Kontakt her, sechs Spieler vom FC Solothurn konnten zum Probetraining, vier durften wechseln, wobei heute keiner mehr dabei ist», erzählt der 19-Jährige.

Dem Einstieg bei der Xamax-Jugend folgte die Saison 2018/19 beim Team BEJUNE U18, einem regionalen Förderprogramm von Vereinen aus den Kantonen Bern, Jura und Neuenburg. Nach der Saison 2019/20 mit der Xamax U21 kehrte der Innenverteidiger auf März 2020 zum FC Solothurn zurück. Der Grund war der Lehrabschluss.

Nach der Primarschule kam er in die Talentförderklasse im Schulhaus Schützenmatt in Solothurn, erzählt Stuber. Danach begann er eine KV-Lehre in der Gemeindeverwaltung Biberist, parallel zur U21 von Xamax. «Gegen Ende meiner Lehrzeit kehrte ich zum FC Solothurn zurück, damit ich mehr Zeit zum Lernen für den Lehrabschluss hatte», erklärt er.

«Das Pendeln war aufwendig, wobei mir die Gemeinde Biberist zeitlich entgegenkam. Für mich war es eine Win-win-Situation, denn mit Solothurn spiele ich eine Klasse höher als mit Xamax.»

Im Militär konnte er sich ein halbes Jahr «gut fit halten»

Bis zum Beginn der Rekrutenschule als Aufklärer in Bière im Januar 2021 hatte David Stuber zwei Teilpensen: 40 Prozent im Betrieb, in dem auch seine Mutter arbeitet, und 60 Prozent weiterhin in der Gemeindeverwaltung von Biberist.

Seit dem RS-Abschluss Mitte Mai hat er eine Temporärstelle. Bis Ende Juni, sein Ziel ist eine Fix-Anstellung. «Das halbe Jahr im Militär war wegen Corona sehr streng, wir hatten bis zu vier Wochen am Stück keinen Urlaub, aber körperlich konnte ich mich gut fit halten und bin sehr gut wieder ins Training reingekommen. Es tut gut, wieder wettkampfmässig spielen zu können, und dass alles wieder eine gewisse Normalität annimmt», sagt er.

Sportlich will er voll angreifen. «Mein Ziel ist ein Stammplatz in der 1. Mannschaft und dazu will ich Vollgas geben und Verantwortung übernehmen», sagt der Youngster. «Ich schätze das Vertrauen, das unser Trainer in uns Junge setzt. Wir bringen Dynamik ins Spiel und harmonieren gut; wichtig sind auch die Inputs von Marco Mathys und Loïc Chatton», fährt Stuber fort.

In der neuen Saison soll der Aufstieg angestrebt werden. Im Fokus bleibt zudem der Schweizer Cup mit dem Quali-Spiel vom 3. Juli 2021 gegen Lancy. «Schade, dass wir nicht gegen Kriens antreten durften. Wir freuten uns sehr auf diesen Oberklassigen. Jetzt haben wir zum Glück die nächste Chance und wir werden alles dafür geben», strahlt Stuber viel Zuversicht aus.