Fussball
Wer Solothurner Cup hört, der denkt an den FC Iliria

Trainer Vilson Dedaj will den FC Iliria am Sonntag nach 2016 und 2019 zum dritten Solothurner Cupsieg der Klubgeschichte führen. Er zeigt im Vorfeld grossen Respekt vor dem Gegner: «Biberist war für uns bis jetzt kein gutes Pflaster»

Raphael Wermelinger
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Der FC Iliria gewann den Solothurner Cup 2016 und 2019. Gelingt am Sonntag gegen den FC Biberist der dritte Streich?

Der FC Iliria gewann den Solothurner Cup 2016 und 2019. Gelingt am Sonntag gegen den FC Biberist der dritte Streich?

Bruno Kissling

Seit dem Aufstieg in die 2. Liga im Jahr 2014 prägt der FC Iliria nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den Solothurner Cup. 2016 gewannen die Stadt-Solothurner unter Trainer Perparim Redzepi erstmals die Meisterschaft, und im Cupfinal setzten sie sich im Stadion in Solothurn im Penaltyschiessen gegen Fulenbach durch.

Nach einer Saison in der 2. Liga inter musste sich der FC Iliria 2017/18 in der Regionalliga unter Xhevxhet Dullaj zuerst wieder neu sammeln: nur Platz sechs in der 2. Liga und eine 0:6-Klatsche im Cup-Halbfinal gegen den SC Fulenbach.

Vor drei Jahren übernahm Vilson Dedaj das Team, der immer wieder betont, dass für ihn der Cup wichtiger ist als die Meisterschaft. Und er holte den Pokal gleich in seiner ersten Saison – 3:1-Finalsieg in Zuchwil gegen den FC Grenchen. In der 2. Liga begnügte sich der FC Iliria mit Platz zwei und liess den Grenchnern den Vortritt.

Weil die vergangene Saison abgebrochen werden musste, ist der FC Iliria immer noch der amtierende Cupsieger. Dadurch ist auch Dedajs einzige Cup-Niederlage mit dem FC Iliria, das 2:5 im Achtelfinal gegen Trimbach, gelöscht. Dieses Jahr erreichte Iliria den Final mit Siegen gegen Gerlafingen (2:1), Mümliswil (3:0), Welschenrohr (2:1) und Bellach (2:0).

Es winkt der dritte Cupsieg innert sechs Jahren. «Ich rede die ganze Saison über den Cup, weil ich weiss, dass wir Können, Talent und den Willen haben, den Pokal jedes Jahr zu holen», unterstreicht der Trainer die Wichtigkeit des K.-o.-Wettbewerbs. «Ich habe höher gespielt, auch Geld verdient mit Fussball, aber was am Ende der Karriere bleibt, sind die Erinnerung an solche Siege.»

«Ich habe höher gespielt, auch Geld verdient mit Fussball, aber was am Ende der Karriere bleibt, sind die Erinnerung an solche Siege», sagt Ilirias Trainer Vilson Dedaj vor dem Cupfinal.

«Ich habe höher gespielt, auch Geld verdient mit Fussball, aber was am Ende der Karriere bleibt, sind die Erinnerung an solche Siege», sagt Ilirias Trainer Vilson Dedaj vor dem Cupfinal.



Hans Peter Schläfli

Wer Solothurner Cup höre, der denke automatisch an den FC Iliria, zeigt sich Dedaj stolz auf die Erfolge der vergangenen Jahre. Die wirft er auch bei Vertragsverhandlungen gerne in die Waagschale: «Ich sage den Spielern immer, dass die Chancen gut stehen, mit Iliria den Cup­final zu erreichen und natürlich auch zu gewinnen.»

Und sich in der folgenden Saison im Schweizer Cup mit einem grossen Klub messen zu dürfen. 2016 traf Iliria auf Schaffhausen (1:5), drei Jahre später auf Lausanne-Sport (1:6). «Auch das sind Highlights, die den Spielern im Herzen bleiben», blickt Dedaj zurück.

Nach Fulenbach und Grenchen fordert am Sonntag im Stadion des FC Solothurn der FC Biberist den FC Iliria bei dessen dritter Finalteilnahme heraus. Und Biberist ist in Dedajs Augen der Favorit. «Ich will uns nicht kleiner machen, als wir sind, aber Biberist war für uns bis jetzt kein gutes Pflaster», erinnert er daran, dass der FC Iliria seit seinem Amtsantritt 2018 nur eines von vier Duellen gegen die Wasserämter gewonnen hat.

«Sie haben sehr gute Einzelspieler, eine klare Hierarchie im Team, Stürmer, die wissen, wie man Tore schiesst, schnelle und wendige Aussenläufer und auch einen guten Goalie», windet Dedaj dem Finalgegner ein Kränzchen. Und fügt lachend an: «Sie scheinen gegen uns immer besonders motiviert zu sein und extrem zu brennen auf die Spiele gegen uns.»

Der FC Iliria muss im Final auf die gesperrten David Spaqi sowie Mattia Sasso und den verletzten Dugagjin Dedaj verzichten. «Drei wichtige Spieler fehlen», sagt Vilson Dedaj. «Aber die anderen werden in die Bresche springen. Wir werden bereit sein im entscheidenden Moment. Wie wir gewinnen, ist mir egal, Hauptsache, wir haben am Ende den Pokal in der Hand.»

Drei Titel gehen an das Team Stadt Solothurn

Der Cupfinal der Frauen findet am Sonntag ebenfalls im Stadion in Solothurn statt (10 Uhr). Die beiden Zweitligisten SC Blustavia und FC Attiswil treffen aufeinander. Das Direkt­duell in der Meisterschaft ging mit 5:1 an die Oberaargauerinnen. Ende Saison hatte Blustavia auf Platz sechs die Nase vorne gegenüber Attiswil auf Platz neun.

Auch der Pokalsieger bei den A-Junioren wird morgen gekürt. Deitingen gegen Subingen lautet die Affiche auf der Derendinger Heidenegg (14 Uhr). Deitingen belegte heuer bei den Junioren A+ den vierten Schlussrang, Subingen in der Junior League den zwölften.

Bereits am Samstag sind die Senioren dran. In der Kategorie 30+ trifft Iliria auf Trimbach (11 Uhr), bei den Senioren 40+ kommt es um 16 Uhr zur Finalreprise von 2019. Damals gewann der FC Bellach gegen den FC Subingen mit 3:1.

Bei den C-Junioren geht der Cupsieg heuer an den FC Olten.

Bei den C-Junioren geht der Cupsieg heuer an den FC Olten.

zvg

Fünf der zehn Solothurner Cupsieger 2021 stehen schon fest. Dreimal jubelte das Team Stadt Solothurn – in den Finals der beiden Juniorinnen-Kategorien und bei den B-Junioren. In zwei Finals fiel die Entscheidung erst im Penaltyschiessen. Die glücklichen Sieger heissen FC Grenchen (Junioren D) und FC Olten (Junioren C).