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Solothurns Sportchef «Bidu» Zaugg: «Die Mannschaft arbeitet sehr intensiv»

Noch gut zwei Wochen Vorbereitungszeit bleibt dem FC Solothurn bis zum ersten Ernstkampf der neuen Saison, dem Cup-Knüller gegen den FC Zürich. Es stehen ein Blitzturnier und drei Testspiele an.

Raphael Wermelinger
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Schoeftland, 13.09.2020. Sport, Schweizer Cup Saison 2020 / 2021. FC Schoeftland (2. Liga interregional) - FC Solothurn (1. Liga).Emmanuel Mast (FCS). Copyright by: Alexander Wagner

Schoeftland, 13.09.2020. Sport, Schweizer Cup Saison 2020 / 2021. FC Schoeftland (2. Liga interregional) - FC Solothurn (1. Liga).
Emmanuel Mast (FCS).
Copyright by: Alexander Wagner

Alexander Wagner

Der nächste heisse Test für den FC Solothurn steht am Donnerstagabend an: In Lyss geht es gegen den Promotion-League-Aufsteiger Biel um den dritten Platz im Seelandcup. «Wir sind froh um dieses Spiel und wollen nochmals ein gutes Spiel machen», hofft Sportchef Hans-Peter «Bidu» Zaugg.

Gerade mal anderthalb Wochen nach der torreichen und spektakulären 4:3-Qualifikation für den Schweizer Cup 2021/22 vom 3. Juli gegen Lancy stieg der FC Solothurn am 14. Juli wieder in den Trainingsbetrieb für die neue Spielperiode ein. Gleich mit einem Highlight wird diese einen Monat später im Cup-Wettbewerb am 14. August im Stadion eröffnet: Den FC Zürich aus der Super League mit seinem neuen deutschen Trainer André Breitenreiter gilt es herauszufordern.

Turniersieg in Südbaden, am Seeland-Cup um Platz 3

Die erste Phase der Vorbereitung ist von drei Turnieren geprägt. Am ersten Wochenende ging es in die deutsche Nachbarschaft im südbadischen Laufenburg. Am Grieshaberer-Cup hiess der Gegner im Halbfinal FC 04 Singen aus der dritten Staffel der Landesliga Südbaden. Solothurn setzte sich gegen den Vertreter aus der siebthöchs­ten deutschen Liga dank Toren von Philippe Gerspacher sowie Emre Celik aus der Fördergruppe mit 2:1 durch.

Den 4:0-Finalsieg gegen Gastgeber Laufenburg aus der zweiten Staffel leitete Emmanuel Mast mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit ein. Den vierten Treffer steuerte Jano Loosli bei. «Diese Spiele zum Reinkommen waren okay; wir starteten nicht schlecht, wobei dies nicht Top-Equipen waren», ordnet Zaugg ein.

Am vergangenen Donnerstag im Seeland-Cup in Lyss deckte Promotion-League-Aufsteiger YB II (U21) die Grenzen der Solothurner auf. Trotz frühes Rückstands kehrte Mast das Resultat durch einen Doppelschlag (28., 37.) in ein 2:1. YB wechselte für die zweite Hälfte ein völlig neues Team ein. Im Gegenzug auf eine Solothurner Chance glich Appiah aus (53.). Die jungen Profis zeigten ihr Können und untermauerten den Klassenunterschied mit zwei weiteren Toren von Nussbaum (56.) und erneut Appiah (82.).

Am Montag trafen die Rot-Weissen auf Promotion-League-Absteiger FC Münsingen. Seine herausragende Frühform bestätigte dabei Mast mit erneut drei Treffern! Die Führung bereits in der zweiten Minute parierte ausgerechnet FCS-Abgänger Vernocchi zum 1:1 (16.). Kurz vor der Pause stellte Mast den Ein-Tor-Vorsprung wieder her (45.). Wieder glich Münsingen aus, wieder gingen die Solothurner in Führung, Kohler 56., dann wieder der Gleichstand nach gut einer Stunde Spielzeit.

In den letzten zwanzig Minuten liess der FCS klar erkennen, dass er Gruppenzweiter werden und damit um den dritten Platz am Seeland-Cup spielen wollte. Wieder Kohler (71.) und Mast (80.) nahmen Münsingen endgültig den Wind zum 5:3 aus den Segeln. Damit ging die Rechnung auf: kleiner Final. Dort wartet am Donnerstagabend der FC Biel.

Blitzturnier und drei Tests gegen Unterklassige

Am Samstag geht es für den FC Solothurn weiter mit dem Blitzturnier beim Berner Zweitligisten Kirchberg. Die erste Halbzeit bestreiten die Solothurner gegen die Gastgeber (16 Uhr), die zweite erneut gegen Münsingen (18 Uhr). Dazwischen duellieren sich die beiden Berner während 45 Minuten. In Schöftland (2. Liga inter) am Dienstag, 3. August, und in Gränichen (2. Liga) am Freitag, 6. August, sowie zu Hause gegen Vaud M-21 (1. Liga, Gruppe 1) am Samstag, 7. August, wer- den vor dem Cup-Hit gegen den FC Zürich die letzten Feineinstellungen vorgenommen.

«Die Mannschaft hat sehr intensiv gearbeitet», stellt Zaugg fest. Allerdings beeinträchtigen die Verletzungen von Philippe Gers­pacher und Hannes Hunziker die Vorbereitung. Gerspacher brach sich in Laufenburg die linke Speiche. «Der Knochen wurde mit einer Platte operativ fixiert. Im Moment laufen weitere Abklärungen, weshalb ich noch nicht sagen kann, wie lange ich pausieren muss», sagt der Verteidiger.

«Hannes Hunziker verletzte sich bei einem Zweikampf gegen Münsingen oberhalb der Hüfte und musste in der 37. Minute durch Marco Mathys ersetzt werden», kommentiert Zaugg den zweiten Ausfall. Einen neuen Anlauf nimmt dafür Edonis Asani. «Zuletzt kam er in Wohlen im August 2019 zum Einsatz. Seither plagten ihn Leisten- und Adduktoren-Beschwerden», so Zaugg. «Er ging von Arzt zu Arzt. Erst eine intensive Therapie brachte die Schmerzen weg und jetzt schauen wir, ob es wieder geht bei ihm.»

Zum Einsatz kamen und kommen in der Vorbereitungsphase Spieler aus der Fördergruppe wie Noah Gräf, Emre Celik und Joshua Lutz. «Diese Spieler trainieren teilweise mit der ersten Mannschaft. Wir nehmen sie mit, weil die Spiele eng aufeinanderfolgen», winkt Zaugg mit Einsatzmöglichkeiten. «Trainer Jürg Widmer ist mit dem Kader zufrieden, es könnte höchstens noch eine Offensivkraft dazukommen, wenn es ein interessanter Spieler ist, der uns weiterbringen kann», so weit der Sportchef zum Kader.

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