Fussball
Samuel Scheidegger ist der neue Präsident der Ersten Liga

Der 36-jährige Co-Präsident des FC Solothurn wurde am Samstag an der ausserordentlichen Generalversammlung gewählt.

Raphael Wermelinger
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Samuel Scheidegger, von 2014 bis 2020 Präsident FC Solothurn, seit Ende 2020 Co-Präsidium mit Marc Kalousek. Und jetzt neuer Präsident der Ersten Liga.

Samuel Scheidegger, von 2014 bis 2020 Präsident FC Solothurn, seit Ende 2020 Co-Präsidium mit Marc Kalousek. Und jetzt neuer Präsident der Ersten Liga.

Michel Lüthi

So richtig abschätzen konnte er seine Chancen gegen die beiden Mitstreiter Markus Hundsbichler und Roger Bigger im Vorfeld nicht. Das Rennen sei ziemlich offen, sagte Samuel Scheidegger am Freitag gegenüber dieser Zeitung. «Am Samstag hatte ich ein sehr gutes Gefühl, obwohl ich nicht bei allen einschätzen konnte, für wen sie stimmen werden», blickt er auf den Wahltag zurück.

Die ausserordentliche GV lief via Videokonferenz ab. Nur die drei Kandidaten um das Präsidentenamt und ein paar Vertreter der Ersten Liga hatten sich im Newsroom des Berner Wankdorf-Stadions eingefunden. Bevor der erste Wahlgang anstand, bekamen die drei Kandidaten nochmals fünf Minuten Redezeit. Samuel Scheidegger sagt indes, dass «die Meinungen eh schon gemacht waren zu diesem Zeitpunkt».

Im ersten Wahlgang verpasste der langjährige Präsident des FC Solothurn das absolute Mehr nur um ein paar wenige Stimmen. Im zweiten Durchgang, immer noch mit allen drei Kandidaten am Start, klappte es dann. Die Präsidenten der Klubs der Promotion League sowie der 1. Liga sprachen dem 36-jährigen Solothurner mit der Wahl ihr Vertrauen aus. Scheidegger erhielt 24 der möglichen 49 Stimmen. Hundsbichler deren 16 und Bigger 6.

«Ich bin sehr zufrieden und freue mich natürlich über die Wahl», sagt Scheid­egger. Auch über die vielen positiven Reaktionen und Glückwünsche, die er erhielt, habe er sich sehr gefreut. «Mit diesem Amt ist ein grosser Aufwand verbunden – und es bringt viel Verantwortung. Das ist mir bewusst und ich freue mich auf diese Her­ausforderung, auch wenn ich ein bisschen ins kalte Wasser geworfen werde.»

Scheidegger tritt sein Amt mit klaren Vorstellungen an, heisst es in der offiziellen Mitteilung. Er will frischen Wind in die Erste Liga bringen, die Komitee-Strukturen verschlanken und den Dienstleistungsgedanken fördern. «Also den Austausch mit den angeschlossenen Vereinen sowie den anderen Kammern des Verbandes intensivieren.» Ihm sei wichtig, die Erste Liga noch stärker zu positionieren und dabei eine transparente und ehrliche Kommunikation zu pflegen. Zuerst müsse er sich einen Überblick verschaffen und ein Urteil bilden über den Ist-Zustand. Danach will er Taten folgen lassen und die Professionalisierung vorantreiben.