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Der FC Grenchen steigt mit fünf Zuzügen in die neue Saison

Trainer Mirko Recchiutis prominenteste Transfers sind Rückkehrer Robin Müller und Ex-Promotion-League-Stümer Alix Bahlouli.

Raphael Wermelinger
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Angreifer Alix Bahlouli wechselte im Sommer vom FC Langenthal zum FC Grenchen.

Angreifer Alix Bahlouli wechselte im Sommer vom FC Langenthal zum FC Grenchen.

Maria Schmid

Mit dem Heimspiel gegen den SC Schöftland beginnt für den FC Grenchen in zwei Wochen die neue Saison in der 2. Liga inter. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit, welche Grenchen mit sechs Siegen, vier Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem fünften Platz beendet hat, stehen fünf neue Spieler im Kader der Mannschaft von Trainer Mirko Recchiuti.

Ein alter Bekannter ist der 22-jährige Innenverteidiger Robin Müller. Der kam bereits im Sommer 2019 zum FC Grenchen, nachdem er in anderthalb Saisons 35-mal für den FC Solothurn in der 1. Liga aufgelaufen war. Und dabei zwei Tore erzielt hatte. Für die Grenchner, die gerade in die 2. Liga inter aufgestiegen waren, absolvierte er in der Vorrunde 2019/20 sämtliche 13 Spiele über die volle Distanz. Als die Saison abgebrochen wurde, lag Grenchen auf Platz zehn. Im Januar 2020 wurde Müller zurück zum FC Solothurn transferiert, kam in der abgelaufenen Erstliga-Saison aber nicht zum Zuge.

Da schlug Recchiuti zu und holte ihn zurück zum FC Grenchen. «Wir brauchten Ersatz für Visar Aliu, der wegen eines angerissenen Kreuzbandes wahrscheinlich die ganze Vorrunde verpasst», kommentiert er den Transfer. «Da hat sich die Chance mit Robin ergeben, was für uns natürlich eine perfekte Lösung ist.» Müller kann sowohl in der Innenverteidigung als auch als Sechser agieren. «Er kennt die Mannschaft bereits, ist voll integriert und wird bei uns in der nächsten Saison eine wichtige Rolle spielen», sagt Recchiuti.

Mit der Erfahrung von 56 Promotion-League-Partien

Der prominenteste Neuzugang der Grenchner heisst Alix Bahlouli. Der 27-jährige Stürmer lief in seiner Karriere insgesamt 56-mal in der Promotion League auf (für Stade Nyonnais und den FC Köniz) und erzielte dabei 12 Tore. In der 1. Liga brachte er es auf 46 Einsätze für Echallens und Langenthal, in denen ihm 22 Treffer gelangen.

«Er muss uns natürlich Tore apportieren», stellt Recchiuti klar. «Er hat viel Speed, ist sehr stark in der Umschaltphase und bringt uns deutlich mehr Möglichkeiten nach vorne.» Die Erwartungen an seinen neuen Schützling, der mit 27 voll im Saft sei, sind gross. «Er muss seine Erfahrungen aus der Promotion League und der 1. Liga einbringen, die anderen Stürmer unterstützen.» Und wie viele Tore erwartet er? «Zweistellig sollte es schon sein», antwortet Recchiuti.

Ein weiterer neuer Mann für die Grenchner Offensive ist Aussenläufer Daniel Minovski, der in der Saison 2020/21 in der Berner 3. Liga beim FC Makedonija gespielt hat. Davor lief er in der Fribourger 2. Liga für den FC Kerzers auf. «Er hat sich bei uns gemeldet und für ein Probetraining angefragt», erzählt Recchiuti. «Er war sehr willig und für uns war klar, dass wir ihm diese Chance ermöglichen wollen», sagt er über den 20-jährigen Perspektivspieler. «Wir werden in der Vorrunde mit ihm arbeiten, schauen, ob er sich an das Niveau anpassen kann und dann im Winter analysieren, wie weit er schon ist und wie sein Weg weitergeht.»

Eine Alternative für den «Alleinherrscher»

Auch auf der linken Abwehrseite hat Grenchen mit Christopher Mamona eine neue Option dazu gewonnen. Der 25-jährige Angolaner kommt vom Berner Zweitligisten FC Azzurri Bienne, mit dem sich der FC Grenchen seit Jahren in Testspielen misst. «Dabei ist uns Chris immer wieder positiv aufgefallen», erklärt Recchiuti, «wegen seiner ruhigen Art, seiner Schnelligkeit und seines Zweikampfverhaltens. Er ist ein sehr engagierter Spieler mit Ambitionen.»

Er stellt klar, dass er nur Spieler hole, wenn er sie auch brauchen könne. Der Zuzug von Mamona sei nötig, da Nanda Schamberger seine Karriere beendet hat. Und weil sich Cesar Ledesma, laut Recchiuti eigentlich der «Alleinherrscher auf der linken Abwehrseite» der Grenchner, am Knie verletzt hat und nicht klar ist, wie lang er ausfällt. «Jetzt haben wir auch für ihn eine sehr gute Alternative. Chris hat eine starke Vorbereitung gezeigt, war sehr fleissig und hat seriös gearbeitet.»

Komplettiert wird das Kader des FC Grenchen durch Goalie Tristan Preta. Er wird die neue Nummer 2 hinter Jeffrey Grosjean. Vorgänger Joel Russo wechselt zum FC Köniz. «Ich kenne Tristan von meiner Zeit beim FC-Solothurn-Nachwuchs», so Recchiuti. «Ich habe ihn als loyalen Teamplayer kennen gelernt. Er war zuletzt im Amateurbereich tätig und will nun noch einmal eine Chance im Leistungssport wahrnehmen.»

Vor dem ersten Ernstkampf der neuen Saison am 22. August stehen für den FC Grenchen noch zwei Testspiele an. Heute gastiert der FCG beim Zweitligisten FC Allschwil, am nächsten Sonntag empfängt er den FC Spiez aus der 2. Liga inter.

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