Fussball 2. Liga
Ein typisches, aber auch gutes 0:0 zwischen dem Meister und dem Cupsieger

Der FC Iliria und der FC Lommiswil waren im Startspiel je eine Halbzeit besser und die Trainer daher am Ende auch zufrieden mit dem Punkt. «Wir nehmen diesen Punkte gerne mit – das Ziel war, nicht zu verlieren», sagt Lommiswil-Trainer Lukas Ebel.

Raphael Wermelinger
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Avdi Halimi, Innenverteidiger des FC Iliria, attackiert von Lommiswil-Angreifer Giovanni Carnibella.

Avdi Halimi, Innenverteidiger des FC Iliria, attackiert von Lommiswil-Angreifer Giovanni Carnibella.

Jose R. Martinez

«Wir hatten offenbar ziemlich die gleiche Taktik. Es war deshalb fast klar, dass dann so ein Spiel herauskommt – ein typisches 0:0 halt», kommentiert Lommiswils Trainer Lukas Ebel die Nullnummer beim FC Iliria. «Beide Mannschaften standen kompakt, machten das Zentrum dicht, was zu langen Bällen in die führte.»

Das Startspiel sah er als Abtasten zwischen zwei guten Teams. Vom Wind begünstigt habe seine Elf in der ersten Hälfte mehr Spielanteile besessen. «In der zweiten spielte Iliria mit dem Wind im Rücken, da kommst du teilweise einfach nicht mehr hinten raus», sagt er. «Ihre Steilpässe waren gut, gefährlich wurde es aber nicht.»

Die Taktiken waren dieselben, umso unterschiedlicher die Voraussetzungen vor dem ersten Meisterschaftsspiel. Der Titelverteidiger schöpfte kadermässig aus den Vollen, Lukas Ebel musste «Überzählige zu Hause lassen». Während sein Gegenüber, Iliria-Trainer Vilson Dedaj, laut eigener Aussage auf rund zehn Spieler verzichten musste.

«Ich musste improvisieren, ein paar Spieler auf ungewohnten Positionen aufstellen», führt er aus. Dies habe in der ersten Halbzeit nicht funktioniert. «Wir konnten in der Offensive keinen Druck erzeugen», sagt er. «In der Pause stellte ich ein bisschen um – das zeigte Wirkung, wir sind viel besser ins Spiel gekommen.»

Lommiswil-Goalie Bracher verletzt ausgewechselt

Lommiswil wirkte in den ersten 45 Minuten frischer, lauffreudiger und stieg konsequenter in die Zweikämpfe. Mehr als kurze Druckphasen entstanden daraus allerdings nicht. Es war der FC Iliria, der die beste Torchance vor dem Seitenwechsel verzeichnete: Der Freistoss von Valon Kadrija aus 18 Metern hätte gepasst, aber Tim Bracher löste eine seiner seltenen Prüfungen bravourös. In der zweiten Hälfte musste er sich auswechseln lassen, nachdem er sich bei einem Zusammenprall mit dem Gegner an der Rippe verletzt hatte.

Marco Feier, der im Sommer vom FC Riedholz zum FC Lommiswil gestossen war, erledigte seinen Job danach ebenfalls souverän und hielt die Null. «Ich hatte keine Bedenken», zeigt Trainer Ebel Vertrauen, «er hat es sehr gut gemacht – deshalb haben wir ihn ja auch geholt.» Eingreifen musste Feier indes nicht gross.

Gegen Ilirias beste Chancen wäre er wohl machtlos gewesen: Dardan Llugaliu setzte in der 62. Minute einen Kopfball knapp daneben. Wenig später kam Fabrizio Laus auf der rechten Seite in eine gute Abschlussposition; der Flachschuss streifte am entfernten Pfosten vorbei. Einige Male störten zudem Feiers Vorderleute die Iliria-Angreifer im entscheidenden Moment am Abschluss.

Lommiswils beste Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit waren ein flach getretener Freistoss von Captain Cyrill Sonderegger, den Nicola Trittibach im Nachfassen hielt. Und Giovanni Carnibellas Schuss aus etwas spitzem Winkel, der ebenfalls in den Händen von Trittibach landete. «Am Ende nehmen wir den Punkte gerne mit – das Ziel war, nicht zu verlieren», konstatiert Trainer Lukas Ebel.

«Wir müssen zufrieden sein mit dem Punkt, es war ein gutes 0:0», sagt Iliria-Trainer Vilson Dedaj nach dem Auftaktspiel. Seine Mannschaft brauche noch Zeit. Viele Spieler waren, oder sind noch, in den Ferien. «Wir sind erst am Anfang», so Dedaj, «ich denke, wir brauchen noch zweit Wochen, um auf dem richtigen Level zu sein.» Er habe befürchtet, dass Lommiswil in der zweiten Halbzeit über mehr Reserven verfügen würde. «Wir sind aber nicht eingebrochen, haben auch kein Tor kassiert – also alles gut für den Anfang.»

Der FC Härkingen ist der erste Tabellenführer

Den höchsten Sieg der Startrunde feiert Härkingen. Gleich mit 5:1 bezwingt das Team von Trainer Roger Stöckli den FC Mümliswil. Oltens neuer Trainer Ogulcan Karakoyun gewinnt beim Debüt auswärts beim SC Fulenbach mit 3:0. Der FC Klus/Balsthal setzt sich zum Auftakt gegen Italgrenchen durch (3:2), Trimbach gegen Bellach (3:1).

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