Fussball 2. Liga
Der FC Iliria ist in der Poleposition für den Herbstmeistertitel

Mit einem Sieg beim FC Klus/Balsthal kann der FC Iliria am Mittwoch alles klarmachen – die Verfolger Olten und Biberist treffen sich am Sonntag zum Direktduell. Auch am Strich gibt es am letzten Spieltag der 2. Liga einen Dreikampf um die besten Plätze.

Raphael Wermelinger
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Captain Alban Jahiu (links) ist mit zehn Toren in zehn Spielen der Topscorer des FC Iliria in der Vorrunde.

Captain Alban Jahiu (links) ist mit zehn Toren in zehn Spielen der Topscorer des FC Iliria in der Vorrunde.

Jose R. Martinez

Der FC Olten führte die Tabelle der 2. Liga vom zweiten bis zum neunten Spieltag an. Das Team von Ogulcan Karakoyun startete hervorragend in die neue Saison – mit drei Siegen in Serie und zwölf Punkten nach fünf Runden. Die Oltner blieben auch in den folgenden fünf Spielen ungeschlagen, mussten sich allerdings viermal mit einem Unentschieden begnügen. Am vergangenen Wochenende verloren sie die Tabellenführung an den FC Iliria. Das Direktduell am dritten Spieltag hatte der FC Olten noch mit 3:2 für sich entschieden.

«Wir haben zwar seit einer Ewigkeit nicht mehr verloren, es fehlt uns aber seit längerer Zeit etwas die Durchschlagskraft», kommentiert der Trainer des FC Olten die Resultate in den letzten Spielen. Kräftemässig komme sein Team nach dem strengen Programm in der Meisterschaft und im Cup allmählich ans Limit. Ogulcan Karakoyun spricht von einem personellen Engpass: «Wir haben viele Ausfälle wegen Verletzungen. Deshalb muss ich immer wieder umstellen. Die Harmonie im Team ist aber immer noch gleich gut wie Anfang Saison. Ich bin auch nicht besorgt aufgrund der Resultate – schliesslich haben wir bislang nur ein Spiel verloren.»

Der FC Olten wird vom Gejagten zum Jäger

Seit dem 3:3-Unentschieden am Sonntag in Bellach befindet sich der FC Olten in einer neuen Rolle. Dank des vierten Siegs in Serie schnappte der FC Iliria den Oltnern den Platz auf dem Leaderthron weg. Wenn der FC Iliria am Mittwochabend die vorgezogene Partie des elften Spieltags auswärts beim FC Klus/Balsthal gewinnt, sind die Solothurner Adler Herbstmeister. «Wir sind es nicht gewohnt, dass wir auf die anderen schauen müssen. Bis jetzt lagen wir während der ganzen Vorrunde an der Spitze», sagt Karakoyun.

Wichtiger als die Rückkehr auf den ersten Tabellenplatz ist für ihn, im vierten Anlauf endlich den ersten Heimsieg einzufahren. Und damit im Minimum den zweiten Tabellenplatz zurückzuerobern. Denn der FCO musste nicht nur Iliria, sondern auch den FC Biberist, den Gegner vom kommenden Sonntag, vorbeiziehen lassen. «Wir wollen im letzten Spiel der Vorrunde nochmals abliefern», blickt Karakoyun auf das Verfolgerduell voraus. «Nachdem wir eine halbe Saison lang die Gejagten waren, sind wir motiviert, jetzt auch mal der Jäger zu sein – das gilt auch für die Rückrunde.»

Der FC Olten muss auf einen Ausrutscher des FC Iliria hoffen, um doch noch als Leader zu überwintern.

Der FC Olten muss auf einen Ausrutscher des FC Iliria hoffen, um doch noch als Leader zu überwintern.

Patrick Lüthy
Gleiches trifft auch auf den FC Biberist zu, welcher aktuell auf dem zweiten Platz klassiert ist.

Gleiches trifft auch auf den FC Biberist zu, welcher aktuell auf dem zweiten Platz klassiert ist.

Oliver Menge

Als sensationell bezeichnet Biberists Trainer Roland Hasler die Vorrunde – unabhängig davon, was Iliria gegen Klus/Balsthal macht und wie das letzte Spiel auswärts in Olten endet:

«Wir sind so oder so voll dabei, wenn es im Frühling weitergeht. Wir können am Sonntag mit viel Selbstvertrauen und frisch von der Leber weg agieren – ich kann mit jedem Resultat leben.»

Zuletzt feierte der FC Biberist zwei überzeugende Siege gegen Lommiswil (4:0) sowie Mümliswil (3:0). «Das war eine sehr starke Reaktion auf die Niederlage gegen Iliria und das 1:1 gegen Klus/Balsthal», sagt Hasler. Aus Sicht der Biberister dürfte die Vorrunde gerne noch etwas länger dauern. Denn Verletzungssorgen wie viele der Liga-Konkurrenten kennt Hasler aktuell nicht: «Wir haben die Basis im Sommer gelegt, trainieren intensiv und regelmässig und sind deshalb topfit.»

Bellach liegt Fulenbach und Klus/Balsthal im Nacken

Auch am Strich der 2. Liga tobt ein Dreikampf. Fulenbach und Klus/Balsthal haben ein minimales Polster von einem Punkt auf die Abstiegsplätze. Die Thaler waren verheissungsvoll mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen in die Meisterschaft gestartet. Seither resultierten für das Team von Trainer Xhevxhet Dullaj drei Unentschieden und vier Niederlagen. Zuletzt ging der FC Klus/Balsthal beim FC Härkingen gleich mit 0:7 unter. Kein gutes Omen für das heutige Spiel gegen den designierten Herbstmeister Iliria.

Die Fulenbacher könnten ihre Ausgangslage für die Rückrunde mit einem Sieg gegen den FC Mümliswil deutlich verbessern und den Tabellenelften Bellach auf Distanz halten. Am vergangenen Sonntag unterlag Fulenbach Lommiswil mit 1:2 – nach zwei Platzverweisen musste Alain Roussels Team die Partie zu neunt beenden. Davor hatte es dreimal in Serie unentschieden gespielt.

Auf Niederlagen von Klus/Balsthal und Fulenbach hoffen die Bellacher, die zuletzt mit dem 3:3 gegen den FC Olten einen Achtungserfolg feierten. Verliert die Konkurrenz, könnte der FC Bellach mit einem Sieg in Subingen den Sprung über den Strich schaffen. Fix ist vor dem letzten Spieltag der Vorrunde einzig, dass Italgrenchen auf dem letzten Platz überwintert. Daran würde auch ein Erfolg gegen den FC Trimbach nichts ändern.

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