Fussball 1. Liga
FC Solothurn für Unaufmerksamkeiten zweimal bestraft – der Trainer bleibt trotzdem positiv

Der FC Solothurn verliert das dritte Saisonspiel auswärts beim Spitzenreiter FC Bassecourt mit 1:2. «Es war zu wenig», sagt Trainer Jürg Widmer.

Pius Rüegger
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Enttäuschung bei Marco Mathys und dem FC Solothurn: Das 1:2 in Bassecourt war die zweite Niederlage in Folge.

Enttäuschung bei Marco Mathys und dem FC Solothurn: Das 1:2 in Bassecourt war die zweite Niederlage in Folge.

Hans Peter Schläfli

Mit hängenden Köpfen verliessen die Solothurner nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage Bassecourt. Während die Gastgeber als ungeschlagener Tabellenführer Selbstsicherheit ausstrahlten, wirkten ihre Besucher verunsichert.

Die Jurassier setzten bereits in der fünften Minute durch einen Kopfball von Axel Gester ein erstes Zeichen. Anschliessend versuchten die beiden Kontrahenten mit spielerischen Mitteln die Oberhand zu gewinnen. In dieser beidseits offensiv geführten Startphase konnte Bassecourt-Hüter Havolli einen Versuch Masts fangen (9.).

Die grosse Bewegung zog ständig Seitenwechsel nach sich. In diesem Spielfluss vermochte Havolli erneut den Ball zu fangen, abgegeben von Loosli (16.). Zwei Minuten später konnten die Romands auf einen Eckball Husers einen Solothurner Kopfball abwehren. Im Gegenzug gelang Gester eine lange Verlagerung von links an die rechte Aussenbahn zu Benhaddouche. Der 30-jährige Routinier legte Kilezi im Zentrum ideal vor. Der Mittelstürmer liess Bähler mit seinem Flachschuss Richtung linkem entfernterem Pfosten keine Abwehrchance – 1:0 in der 20. Minute.

Die Solothurner verstärkten Druck und Tempo. Sie verlagerten das Geschehen in die Spielhälfte der Einheimischen. Zuerst flog Hunzikers Kopfball übers Gehäuse (29.), dann kamen die Gäste innert drei Minuten zu drei Eckbällen. Bassecourt konnte diese Versuche erfolgreich abblocken.

Nachdem Havolli einen von Philippe Gerspacher – er kam nach seinem Handbruch erstmals wie auch Stuber nach seiner Fussverletzung wieder in die Mannschaft und die linke Abwehrseite zurück – Linksschuss entschärfen konnte (36.), waren die Welschen im Gegenzug zum zweiten Mal erfolgreich. Gester, auf die rechte Seite ausgewichen, spedierte den Ball hoch in die Mitte. Kilezi übernahm mit dem Kopf und realisierte seinen Doppelpack zum 2:0 (37.).

Auf der anderen Seite sah Hunziker seinen Flachschuss von Havolli gehalten (40.). Das technisch gut beschlagene Bassecourt zeigte sich gut organisiert, spritzig im Umschaltspiel. «In der ersten Phase dieser ersten Halbzeit kamen wir richtig gut ins Spiel, dann kam aus dem Nichts das 0:2, wobei wir bei diesen Gegentoren zweimal zu wenig aufmerksam waren», hält FCS-Trainer Jürg Widmer fest.

Nach dem Seitenwechsel liefen die Solothurner immer wieder an. Mit ihrem geschickt aufgezogenen Abwehrdispositiv mit einer Viererkette vor der Dreier-Abwehr verhinderten die Jurassier ein Überlaufen. Dadurch liessen sie keine Lücken zu. Dies spürte vor allem die völlig isolierte Sturmspitze Chatton.

Andererseits konnten sich die Platzherren immer wieder entlastende Freiräume schaffen wie mit Kilezis Pfostenschuss in der 52. Minute. Bassecourt agierte souverän, mit Übersicht und kontrolliert. Solothurn konnte trotz offensiver Ausrichtung zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld setzen, Überraschendes einbringen. Akzentsetzungen der Routiniers blieben aus.

Erfreulich war, dass die Ambassadoren trotz dieser Unbill nicht resignierten. Sie kämpften. Zumindest mit dem Anschlusstreffer belohnten sie sich. An dessen Ursprung standen prompt zwei Eingewechselte. Mzee eroberte links den Ball und leitete zu Bruni weiter. Dieser spielte in den freien Raum im Sechzehner. In diesen brauste Mast und schloss Vollkraft ab und traf zum 1:2 (79.).

Die Westschweizer verstärkten mit Wechseln ihre Abwehr, um die Schlussoffensive der Solothurner abzufangen. Diese blieben in ihren nicht nachlassenden Bemühungen jedoch weiterhin harmlos. Diese Anstrengungen verpufften. «Wir zeigten eine gute Leistung, wobei es nicht so will, wie wir es wollen. In der zweiten Halbzeit fehlte uns vorne ein Quäntchen; es war nicht der Wille, trotzdem war es zu wenig. In diesen Phasen konnten wir die Angriffe zu wenig herausspielen, um in die Box zu kommen», bleibt Trainer Widmer positiv.

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