Fussball 1. Liga
3:0-Sieg in Köniz – dem FC Solothurn gelingt der Befreiungsschlag

Emmanuel Mast, Hannes Hunziker und Loic Chatton entscheiden das Spiel für den FC Solothurn bereits vor der Pause. Dank des zweiten Saisonsiegs rücken die Solothurner auf den sechsten Tabellenrang vor.

Pius Rüegger
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Emmanuel Mast brachte den FC Solothurn in der 12. Minute mit seinem zweiten Saisontor auf die Siegerstrasse.

Emmanuel Mast brachte den FC Solothurn in der 12. Minute mit seinem zweiten Saisontor auf die Siegerstrasse.

Hans Peter Schläfli

Aufatmen beim FC Solothurn! Nach drei sieglosen Partien mit nur einem Punkt setzen die Solothurner beim Promotion-League-Absteiger Köniz ein Ausrufezeichen mit einem klaren 3:0. «Es ist ein Befreiungsschlag. Wir haben den Schalter gefunden und die Mannschaft setzte unseren Plan konzentriert, mit guter Kommunikation um und zeigte die richtige Körperhaltung», äussert sich Trainer Jürg Widmer zufrieden.

Nach vorsichtigem Beginn gegen bestimmend auftretende Gastgeber setzten die Solothurner in der zwölften Minute ein erstes Zeichen. Rechts preschte Mast vor. Das Zuspiel zu Chatton wurde geblockt. Links kam Philippe Gerspacher in Ballbesitz, ohne zu reüssieren. Im Gegenzug erlief Chatton eine Rückgabe von Andrist. Er sah rechts Mast heranbrausen und bereitete dessen Führung vor.

Köniz machte gewaltig Druck. Ihr Antreiber war Andrist mit Erfahrungen in Super- und Challenge League wie in der 2. Bundesliga auf der rechten Aussenbahn. Die Berner forcierten Tempo und Direktspiel. Von dieser heftigen Reaktion liessen sich die Solothurner aber nicht beeindrucken. Gestärkt durch den Führungstreffer blieben sie aufmerksam, scheuten keine Zweikämpfe.

Die klare Steigerung mit aggressivem und mutigem Auftreten führte zum zweiten Tor. Mathys behielt rechts an der Grundlinie den Ball und visierte in die Mitte Chatton an. Der FCS-Captain liess ihn geschickt durch, sodass der aus dem linken Halbfeld aufgelaufene Hunziker resolut die Führung ausbaute (23.).

Nach diesem Schocker versuchten die Einheimischen mit einem ersten Doppelwechsel in der 29. Minute neue Impulse zu generieren. Doch die Gäste behielten die Übersicht. Defensiv mussten sie jedoch auf der Hut bleiben. Köniz liess nichts unversucht zu einer Resultatkorrektur. FCS-Goalie Wagner hatte einen Andrist-Schuss im Nachfassen (36.) und einen Wyder-Kopfball von rechts zu entschärfen (39.).

Zum Sinnbild für die vorbildliche Solothurner Einstellung wurde die zweite Nachspielminute der ersten Halbzeit. Koekenbier erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball. Nach vorne ziehend, sah der Youngster links genügend Raum, in den Hunziker vordrang. Der Aussenläufer setzte Kaiser steil ein. Der mitgelaufene Innenverteidiger erkannte die freie Schussbahn für Chatton rechts und das dritte Gästetor war perfekt.

«Wir traten als Einheit auf, waren spritzig und athletisch, so konnten wir unser Potenzial zeigen», merkt Trainer Jürg Widmer an. Seine Truppe agierte effizient und zielstrebig. Sie konnte das Könizer Erwachen nach dem ersten Tor auffangen und abfedern.

Die Drei-Tore-Führung verlieh den Solothurnern Sicherheit und Selbstvertrauen für die zweiten 45 Minuten. Sie überzeugten mit Mannschaftsdienlichkeit bis zum Schluss. Der Rhythmus blieb hoch. Wachsamkeit in jeder Phase war gefragt. Die Rotweissen nahmen den intensiven Fight an und hielten die Null bis zum Ende. «Wir zeigten eine sehr gute Leistung und haben die Aufgabe gegen den routinierten Gegner mit seinen guten Technikern sehr gut gelöst», sagt Widmer abschliessend.

Köniz – Solothurn 0:3 (0:3) Liebefeld. – 300 Zuschauer. – SR: Aebi. – Tore: 12. Mast 0:1. 23. Hunziker 0:2. 45.(+2) Chatton 0:3.
Köniz: Schädeli; Glarner (72. Budakova), Kuzmanovic (72. Wyss), Suter, Stauffiger; Cani; Andrist, Lukarov (29. Vula), Mejdi (73. Mulaj), Wyder; Lokwa (29. Samardzic).
Solothurn: Wagner; Kohler, Kaiser, Stuber, Ph. Gerspacher; Koekenbier; Mast (84. Musai), Huser, Hunziker (88. Mzee); Mathys (88. Loosli); Chatton (68. Bruni).
Bemerkungen: Köniz ohne Drincic (krank), Ba, Crnovrsanin, Jovanovic, Machado Costa (alle anderes Team) und Islami (kein Aufgebot). Solothurn ohne Gräf, Anderegg (beide verletzt) und Huber (Ausbildung). – Verwarnungen: 54. Vula und 60. Mejdi (beide Foul). – Eckbälle: 5:3 (3:1).

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