Korbball
Für Deitinger Korbballerinnen hat es noch «viel Luft nach oben»

Die Solothurner Korbballerinnen überzeugen in der 2. NLA-Meisterschaftsvorrunde in Brugg: Neuaufsteiger Grindel siegt gegen Bachs und Erschwil, Wiederaufsteiger Deitingen und Erschwil gewinnen mit 7:4 und 11:8.

Carla Stampfli
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Corinne Haller (Nr. 2 in blau) wirft den Ball in den Lotzwiler Korb. Foto: CES

Corinne Haller (Nr. 2 in blau) wirft den Ball in den Lotzwiler Korb. Foto: CES

Obwohl der TSV Deitingen in der 2. NLA-Meisterschaftsrunde auf drei Stammspielerinnen verzichten musste, machten die Wasserämterinnen auf dem Sportplatz Giessenschachen in Brugg deutlich, dass der TSV in dieser Saison bei den vorderen Mannschaften mitmischen kann. Zwar verlor Deitingen die ersten beiden Partien gegen Pieterlen und Lotzwil 7:9 und 6:7, doch Aadorf behielt man mit einem 7:4-Sieg bestens im Griff.

«Wir können mithalten und spielen gut. Jedoch gelangen uns zu wenige Treffer», bilanziert TSV-Trainer Beat Steiner die ersten beiden Partien. Zwar lag Deitingen gegen die Lotzwilerinnen nach einem präzise gespielten Wurf von Caroll Eggenschwiler mit 3:2 vor, doch die Bälle wollten in der zweiten Halbzeit – trotz gutem Zusammenspiel von Eggenschwiler und Corinne Haller – partout nicht in den Korb.

Ganz anders verlief das letzte Spiel gegen Aadorf. Die Deitingerinnen wehrten gut ab und nutzten diesmal ihre Korbchancen. «Mit der Partie gegen die Thurgauerinnen bin ich sehr zufrieden. Die Verteidigung war super. Wir haben jetzt fünf Punkte in zwei Runden geholt, es hat noch viel Luft nach oben», sagt Steiner zufrieden. Das Ziel, bis Ende der Meisterschaft unter die besten fünf Mannschaften zu kommen, bleibe weiterhin realistisch, nun werde im Training vor allem am Korbwurf gefeilt.

Für Spannung sorgte das Kantonsderby Erschwil Grindel. Für beide Teams war es die dritte Partie der Runde, beide holten zuvor je einen Sieg und eine Niederlage. Neuaufsteiger Grindel legte einen fulminanten Start vor, sodass es in der 12. Minute bereits 6:0 hiess. Die Erschwilerinnen liessen aber nicht nach und holten mit zwei Penaltys zum 4:6-Pausenstand auf. Die Korbjagd dauerte mit zwei Treffern in zwei Minuten auch nach dem Seitenwechsel weiter an.

Doch in der Schlussphase kam die Maschinerie der Grindlerinnen wieder ins Laufen: Vier Minuten vor Abpfiff setzten sie sich mit 11:6 wieder deutlich ab und landeten mit einem Korb in den letzten 60 Sekunden beim 12:7-Endstand. «Wir sind sehr zufrieden. Es ist ja auch das erste Mal, dass wir in der höchsten Liga spielen», freut sich Grindel-Trainer Reinhold Henz über die Leistung seines Teams.

Die nächsten Partien stehen kurz bevor, am 2. Juni treffen sich die Korbballerinnen der höchsten Liga in Pieterlen zur 3. Meisterschaftsrunde. Gleich zwei Kantonsderbys versprechen Spannung; Deitingen trifft sowohl auf Grindel als auch Erschwil. TSV-Trainer Steiner bleibt zuversichtlich: «In dieser Saison wird es eng werden. Jeder kann aber jeden schlagen.»

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