Swiss League
Fünf Leistungsträger, fünf Ungenügende: Das sind die EHCO-Abschlussnoten nach dem vorzeitigen Saisonende

Der EHC Olten hat die Saisonziele – Qualifikationsrang eins oder zwei und den sehnlichst erwarteten Meistertitel – einmal mehr verpasst. Die Saison-Bilanz der EHCO-Spieler fällt entsprechend zwiespältig aus.

Marcel Kuchta, Silvan Hartmann
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Simon Rytz, Note: 5 Krönte seine sehr gute Saison mit exzellenten Darbietungen in den Playoffs, deckte mit seinen unzähligen Paraden die Defensivmängel des Teams ab. An ihm lag das vorzeitige Saisonende sicher nicht. Schade, kassiert er in einem entscheidenden Moment ein Ei. (38 Spiele, 2,3 Gegentore/Spiel, 92,4% Fangquote)
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Jewgeni Schirjajew, Note: 5-6 Schade, dass er sich im dümmsten Moment verletzte und erst spät in den Playoffs eingreifen konnte. Das Team hat seinen fitten Schlüsselspieler vermisst. (45 Spiele, 30 Tore, 24 Assists, +21-Bilanz)
Cason Hohmann, Note: 5 War bis und mit der Serie gegen Visp einer der besten Ausländer der Liga. Doch als es von ihm einen Zusatz-Effort gebraucht hätte und es gegen Langenthal eng wurde, da verschwand er in der Versenkung. Seine statistischen Werte sprechen für ihn. (54 Spiele, 14 Tore, 56 Assists, +28-Bilanz)
Matthias Mischler, Note: 4 Kam nach einer verkorksten ersten Saisonhälfte besser in Fahrt, blieb aber gegen Rytz chancenlos. Verkündete gestern etwas überraschend sein Karriereende. (19 Spiele, 3,1 Gegentore/Spiel, 89,1% Fangquote)
Simon Lüthi, Note: 4 Gute Phasen wechselten sich zu oft mit Durchhängern ab. Müsste mit seiner Routine der Defensive mehr Stabilität verleihen. Konnte sich in den Playoffs im Powerplay auszeichnen. (49 Spiele, 4 Tore, 16 Assists, +8-Bilanz)
Colin Gerber, Note: 4 Baute nach starkem Saisonstart in der Schlussphase etwas ab. Dennoch ist die SCB-Leihgabe ein Zukunftsversprechen. (44 Spiele, 2 Tore, 9 Assists, +10)
Stéphane Heughebaert, Note: 4-5 Solider, polyvalenter Spieler mit ersichtlichen Entwicklungen. Ein Rätsel, weshalb er keinen Platz mehr im Team fand. Hätte bei Verletzungssorgen durchaus auch als Stürmer auflaufen können. Vertrag vorzeitig verlängert. (34 Spiele, 0 Tore, 7 Assists, +10)
Tim Bucher, Note: 4 Die letzte Saison seiner Karriere war nicht von persönlichen Erfolgen gekrönt. Immerhin: Konnte sich in den Playoffs steigern und beendete seine Laufbahn achtungsvoll. (52 Spiele, 0 Tore,2 Assists, -7)
EHC Olten: Die Abschlussnoten nach dem vorzeitigen Saisonende
Tim Grossniklaus, Note: 4-5 Zufall? Nach seiner Unterschrift in Langnau oft unkonzentriert und fehlerhaft. War nicht mehr der gewohnte Turm in der Schlacht. Kann er sich in einem National-League-Team durchsetzen? (51 Spiele, 8 Tore, 21 Assists, +28)
Luca Zanatta, Note: 4-5 Ist sich nicht zu schade, Drecksarbeit zu verrichten. Der Krieger in der Oltner Verteidigung. Doch die spielerischen Defizite sind offensichtlich. (34 Spiele, 1 Tor, 9 Assists, +13)
Christopher Bagnoud, Note: 4-5 Positives Körperspiel, schlechtes Stellungsspiel. Baute wie sein Verteidigungspartner Gerber im Verlaufe der Saison stetig ab. Seine Zukunft ist offen. (54 Spiele,4 Tore, 6 Assists, +5)
Daniel Eigenmann, Note: 4-5 Ungemein schwierige Saison mit seinem komplizierten Unterarmbruch. Seine offensiven Qualitäten wurden in den Playoffs vermisst. (25 Spiele, 3 Tore, 14 Assists, +2)
Clarence Kparghai, Note: 3-4 War nicht der erhoffte Verstärkungsspieler, schoss zwar ein wichtiges Tor in Visp, fiel aber auch mit Todespässen und unnötigen Strafen auf. Seine unglückliche Strafe in Spiel fünf gegen Langenthal war wegweisend. (9 Spiele,1 Tor, 0 Assists, +1)
Lukas Haas, Note: 3-4 So talentiert und so unberechenbar! Seine Überzahltore überschminken seine 5-vs-5-Leistungen. Versenkte die Saison mit dummer Strafe. Da muss mehr kommen vom so erfahrenen EHCO-Captain. (48 Spiele, 13 Tore, 31 Assists, +8)
Ueli Huber, Note: 4 Vorbildliches Forechecking, beendete seine EHCO-Zeit mit kämpferisch soliden Auftritten. Die Luftveränderung wird ihm guttun. (46 Spiele,7 Tore, 4 Assists, +4)
Cédric Schneuwly, Note: 4-5 Eine Frohnatur, dürfte in der EHCO-Kabine zukünftig fehlen. Nachdem er seinen Rücktritt bekannt gab, spielte er sichtlich befreit auf. Ein guter Abschluss einer schönen Karriere. (47 Spiele,4 Tore, 6 Assists, +4)
Alban Rexha, Note: 3-4 Eindrucksvoller Wiedereinstieg in den Profbetrieb. Doch dann löste sich sein Selbstvertrauen trotz neuem Vertrag in Luft auf. Soll bald eine wichtigere Rolle einnehmen, da muss mehr kommen. (49 Spiele, 5 Tore, 7 Assists, -2)
Bryce Gervais, Note: 4-5 Der grosse Gewinner der zweiten Saisonhälfte. Kämpferisch und charakterlich top. Wäre er doch nur kaltblütiger vor dem Tor, man müsste mit ihm verlängern. (53 Spiele, 27 Tore, 19 Assists, +20)
Joachim Vodoz, Note: 4 Litt stark unter den Folgen einer Gehirnerschütterung. Wäre spannend gewesen, seine Fortschritte in den Playoffs zu beobachten. (15 Spiele, 1 Tor, 1 Assist, 0)
Devin Muller, Note: 3-4 Schwierige Saison mit schweren Verletzungen, zuerst die Schulter, dann der Kopf. Wurde ursprünglich als Schweizer Topskorer geholt, in der Rolle als Checker stark, aber spielerisch und taktisch kam deutlich zu wenig. Kann er in der Ajoie den Knopf lösen? (27 Spiele,3 Tore, 7 Assists, +1)
Diego Schwarzenbach, Note: 4-5 Bekam zurecht von Zeit zu Zeit eine grössere Rolle zugetragen. Hatte gute Playoff-Momente, war aber trotzdem nicht der erhoffte Reisser. Mit Minus-7 die schlechteste Plus-/Minus-Bilanz aller EHCO-Spieler in den Playoffs. (53 Spiele, 14 Tore, 27 Assists, +12)
Stanislav Horansky, Note: 5 Überragende Technik. Seine Absenz in der Serie gegen Langenthal war spürbar. Bringt mit seiner Klasse ein Stück Unberechenbarkeit. (40 Spiele, 15 Tore, 18 Assists, +18)
Silvan Wyss, Note: 5 Der Playoff-Prototyp: Kampfstark, willensstark und durchsetzungsfähig. Wären doch nur mehr Spieler aus seinem Holz geschnitzt! (45 Spiele, 9 Tore, 25 Assists, +10)
Marco Truttmann, Note: 4-5 Spielte er, dann war er gut und traf auch ziemlich oft. War aber unfassbar oft verletzt. Bleibt die Frage: Hätte er nicht öfter auf die Zähne beissen können? (20 Spiele, 10 Tore, 7 Assists, +1)
Martin Ulmer, Note: 3-4 Bekam die Chance, eine schlechte Saison in den Playoffs zu retten. Doch ausser Powerplay-Akzenten sprang er nicht in die Bresche. (44 Spiele, 9 Tore, 11 Assists, -2)
Stefan Mäder, Note: 4 Verrichtete im Slot wertvolle Arbeit. Hätte die Statur, ein grosses Playoff-Monster zu sein, ist aber zu langsam. Seine Zukunft ist ungewiss. (52 Spiele, 15 Tore, 12 Assists, +9)

Simon Rytz, Note: 5 Krönte seine sehr gute Saison mit exzellenten Darbietungen in den Playoffs, deckte mit seinen unzähligen Paraden die Defensivmängel des Teams ab. An ihm lag das vorzeitige Saisonende sicher nicht. Schade, kassiert er in einem entscheidenden Moment ein Ei. (38 Spiele, 2,3 Gegentore/Spiel, 92,4% Fangquote)

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