2. Liga

Fulenbach-Trainer Roussel nach dem dritten Sieg in Folge: «Wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben»

Fulenbachs neuer Torjäger, Dzenis Poljak, erzielte gegen Blustavia sein fünftes Saisontor.

Fulenbachs neuer Torjäger, Dzenis Poljak, erzielte gegen Blustavia sein fünftes Saisontor.

Der SC Fulenbach gewinnt auch das dritte Spiel unter Trainer Alain Roussel und führt die 2. Liga mit dem Punktemaximum an.

Alain Roussel übernahm den Trainerposten von Martin Hert, welcher den SCF in den letzten vier Saisons immer auf den vierten Platz geführt hatte. In die neue Spielzeit starteten die Fulenbacher mit einem 2:0-Heimsieg gegen den Aufstiegsaspiranten Grenchen. Es folgte ein 3:0-Erfolg in Mümliswil und gestern legte Fulenbach einen 7:2-Kantersieg gegen Blustavia nach. Roussels Mannschaft steht mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze der 2. Liga.

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«Der Start hätte nicht besser laufen können», sagte der 48-Jährige. «Aber wir sind erst am Anfang einer langen Saison. Wir dürfen den Erfolg natürlich geniessen. Schliesslich waren es gute Leistungen. Aber wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben.» Dennoch gerät Roussel selbst ins Schwärmen: «Wir haben eine tolle, noch extrem junge Truppe. Der gute Saisonstart war wichtig für das Team und auch den neuen Staff.» Weil der SC Fulenbach im Vorjahr zu viele Gegentore kassiert hat, setzte er in der Vorbereitung bei der Defensive an, so Roussel. Mit Erfolg − gegen Grenchen und Mümliswil hielten die Fulenbacher hinten dicht.

3:0 nach dreissig Minuten

Gegen Blustavia musste Torhüter Mischa Ehrenbolger erstmals hinter sich greifen. Doch am Ende waren die beiden Gegentore nur Makulatur. Fulenbach startete furios. Bereits in der 14. Minute brachte Captain Kevin Lenz den Gastgeber in Führung. Blustavia klärte einen SCF-Corner zu kurz, Stanko Imbach brachte den Ball wieder in den Stechzehner und Lenz verlängerte mit der Schuhspitze zum 1:0. Auch dem 2:0 keine zehn Minuten später ging eine Ecke voraus, welche die Gäste nur ungenügend abwehrten. Ramon Affentranger kam zehn Meter vor dem Strafraum an den Ball, liess seine Bewacher stehen und traf mit einem sehenswerten Weitschuss.

In der 29. Minute scheiterte der 2:0-Schütze solo an Blustavia-Goalie Simon Giger. Von den Stadt-Solothurnern kamen in der ersten halben Stunde kaum Offensivakzente. Stattdessen erhöhte Fulenbach in der 34. Minute auf 3:0. Yves Ehrenbolger traf nach Vorarbeit von Poljak im Fallen. Erst jetzt erwachten die Gäste. Yves Galey knallte den Ball in der 38. Minute aus zwanzig Metern an die Querstange. Christian Oetterli machte es wenig später besser und drückte die Hereingabe von Alessandro Choque über die Linie. Fulenbachs erstes Gegentor der Saison war Tatsache.

In Bedrängnis bringen konnte Blustavia den SC Fulenbach damit aber nicht. Roussels Team setzte nach dem Seitenwechsel zur Gala-Vorstellung an: In der 59. Minute markierte Ramon Affentranger seinen zweiten persönlichen Treffer, zehn Minuten später erzielte Poljak das fünfte Tor des SCF. Es war auch das fünfte Tor im dritten Saisonspiel für den 18-jährigen Neuzuzug. Poljak spielte in den letzten Jahren für die Junioren des FC Solothurn und FC Basel. «Er ist ursprünglich ein Fulenbacher Junior», so Assistent Silvio Capaldi. «Es ist sehr wichtig, dass wir die Tore, die Simon Affentranger in den letzten Jahren erzielte, wettmachen können.» Bis jetzt sei dies, auch dank Poljak, gelungen. «Stars haben wir keine», stellt Alain Roussel klar. «Wichtig ist das Kollektiv.»

Joker trifft doppelt

Der Startsieg gegen den FC Grenchen sei ein gutes Beispiel dafür. «Sie waren vielleicht technisch ein bisschen besser. Aber wir standen gut, liessen ihnen kaum Räume und spielten sehr solidarisch. Und jeder spielt mit dem Herzen für den SC Fulenbach.» Dieser Erfolg zum Auftakt habe das Team beflügelt. «Die Entwicklung der Mannschaft ist jetzt schon super in dieser kurzen Zeit», so Roussel. Den SC Blustavia auf jeden Fall demontierten die Fulenbacher richtiggehend. Der in der 75. Minute eingewechselte Luca Spielmann steuerte in der 77. und der 80. Minute noch die Treffer sechs und sieben zum Kantersieg bei.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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