Fussball
Fulenbach mit dem Glück des Tüchtigen in den Cupfinal

Der SCF gewinnt den Cupfight der beiden Zweitligisten gegen Olten dank einem späten Freistosstreffer mit 1:0. Damit dürfen die Fulenbacher das Finale auf eigenem Terrain bestreiten.

Tobias Schalk
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Der SC Fulenbach zieht in den Final des Solothurner Cups ein. M. Müller

Der SC Fulenbach zieht in den Final des Solothurner Cups ein. M. Müller

Die Nummer 19, Michael von Rohr, ist es, welcher den perfekt abgelegten Ball nach einem Freistoss per Vollspann nimmt. Das Geschoss segelt an Freund und Fein vorbei. Oltens Torwart Husi kann sich strecken, wie er will, bei diesem perfekt getretenen Freistoss-Knaller aus 20 Metern gibt es nichts zu halten. Es ist dies der späte Lohn für 85 Minuten Kampf und Leidenschaft. Damit sichern sich die Fulenbacher die Qualifikation für den Solothurner Cupfinal auf dem heimischen Sportplatz Bad. Dementsprechend gross ist der Jubel nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters nach langen fünf Minuten Nachspielzeit.

Von Beginn an legt die Heimmannschaft los wie die Feuerwehr. In der Startviertelstunde werden die Oltner regelrecht in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Der SCF erzeugt viel mehr Druck gegen den Ball und nimmt so den Gästen die Kugel bereits im Aufbauspiel ab. Nach acht Spielminuten die erste Fulenbacher Grosschance: Der Fulenbacher Linksaussen Nicolo Müller verpasst eine scharfe Hereingabe von links um Haaresbreite. Nach zwölf Minuten das erste Oltner Lebenszeichen. Der aktive Stürmer Schifferle nimmt einen Prellball volley und drischt den Ball hoch auf das Tor von SCF-Hüter Ackermann. Dieser muss sich mächtig strecken, um den Ball über die Querstange zu lenken. Den Zuschauern bietet sich ein wahrer Cupfight, der alle Vorgaben erfüllt.

Die Torchancen häufen sich auf beiden Seiten. Doch sündigen die Offensivkräfte allesamt im Abschluss. Nach einem Freistoss in den Fünf-Meter-Raum kann der stämmige Fulenbacher Fabian Wyss den Ball vor dem Tor nicht kontrollieren. Auf der anderen Seite kann Oltens Golob nicht von einem Stockfehler in der Fulenbacher Verteidigung profitieren. Er scheitert mit seinem Abschluss am stark reagierenden Ackermann. Kurz vor dem Pausenpfiff kann Olten nach einer weiteren Fulenbacher Druckphase nicht befreien, Fabian Wyss vergibt erneut aus aussichtsreicher Position. Aus sieben Metern zimmert er den Ball in die dritte Etage.

Schon bald nach Wiederanpfiff zeigt sich, dass der laufintensiven ersten Hälfte Tribut gezollt werden muss. Die Vorstösse über die Flügel führen mangels Tempo zu keiner Gefahr mehr. Die Partie wird immer ruppiger. Hier verpasst es der sonst souveräne Unparteiische von Känel, mit einer Verwarnung ein Zeichen zu setzen. Die Verletzungspausen mehren sich dementsprechend. Die zahlreichen Standardmöglichkeiten führen jedoch beidseits zu keinem Erfolg.

Mit Fortdauer der Partie richtet speziell Fulenbach das Augenmerk auf das Halten der Null. Dies ist ganz nach dem Geschmack von SCF-Coach René Scherz: «Wir wollten so lange wie möglich hinten dicht halten. Die Einsatzfreudigkeit war heute entscheidend. Diese haben wir bewiesen und uns die Finalqualifikation verdient. Einen Schönheitspreis haben wir nicht gewonnen. Die Teilnahme am Final bei uns auf dem Bad aber schon. Darum bin ich hochzufrieden mit dem Auftritt meiner Männer.»

Als man schon von einer Verlängerung ausgehen muss, ist es wie beschrieben von Rohr, der doch noch eine der zahlreichen Standardmöglichkeiten verwertet. Doch noch ist der Final für die Einheimischen nicht sicher. Mit letztem Willen versucht der FCO, die Verlängerung zu erzwingen. Doch dies sollte nicht gelingen. In der Nachspielzeit wird gar noch eine hochkaratige Chance ausgelassen. Nach einer Hereingabe von Chafik rauschen gleich mehrere Oltner daran vorbei. FCO-Trainer Schmid trauert nach Spielschluss dieser und anderen Torchancen nach: «Solche Gelegenheiten muss man einfach nutzen, wenn man ins Finale will.»

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