Im Duell der zurzeit wohl stärksten Teams ging Gast GC als leichter Favorit ins Rennen, haben die Zürcher doch in der bisherigen Meisterschaft nach der Startniederlage gegen den SVWE zu einer veritablen Serie angesetzt, der ihnen die Leaderposition und nach Verlustpunkten fünf Zähler Vorsprung eintrug. Und auch im Cup hatten die Zürcher überzeugt und vor allem auch über drei Linien.

Doch die Startphase des Cupfights gehörte dann doch Wiler-Ersigen. Der Führungstreffer nach einer herrlichen Kombination durch Matthias Hofbauer war denn auch verdient, der Ausgleich GC's nach einer gerade abgelaufenen Strafe eher glücklich. Der SVWE hätte gut und gern ein, zwei Tore nachlegen können, scheiterte aber am immer am sich noch in WM-Form präsentierenden Goalie Pascal Meier. 

Cupreise endet im Viertelfinal

Ab dem Mitteldrittel kehrte sich dann aber die Partie, übernahm GC das Spieldiktat und erzielte in rascher Folge zwei Tore zu einer 3:1-Führung. Nun musste man um den SVWE bangen, der aber auch eine erneute Unterzahl überstand und sich mit dem Anschlusstreffer durch Topskorer Känzig bei Spielmitte wieder zurückmeldete. Allerdings konnte das Heimteam dann seinerseits zwei Powerplaysituation nicht nützen und musste so mit einem Rückstand ins Schlussdrittel.

Dort wog die spannenden und intensive Partie lange hin und her, bis eine unnötige Strafe in der Offensivzone die Spielentscheidung herbeiführte. Natispieler Graf traf mit einem Direktschuss zum 2:4 (55.) Der SVWE versuchte zwar alles, doch das Spiel ohne Goalie führte nur zu zwei weiteren Gegentoren. Somit endet die Cupreise in diesem Jahr bereits im Viertelfinal.

Derbysieg in der Meisterschaft

Ein souveränes Startdrittel, überzeugende Special-Teams und starke fünf Minuten im Schlussabschnitt genügten dem NLA-Team, um sich im Derby bei Thun mit 9:6 durchzusetzen. Zwar hat der SVWE auf dem ungeliebten Parkett in der MUR noch nie Punkte liegen gelassen, aber schon oft war der Auftritt dort ein «Geknorze».

Doch für einmal strafte das Team die Skeptiker lügen und ging sehr konzentriert und präsent ins Startdrittel. Dieses endete mit einem 3:1 für die Gäste eher zu knapp, wobei der SVWE einmal in Überzahl und einmal gar in Unterzahl traf und zwar durch die beiden WM-Fahrer Matthias Hofbauer und Weltmeister Väänänen.

Stilsicherheit wie weggeblasen

Doch die Stilsicherheit des ersten Drittels war ab Mitteldrittel plötzlich wie weggeblasen. Plötzlich war er da, der befürchtete Schongang und zwar vor allem im defensiven Bereich. Goalie Martin Menetrey war nicht zu beneiden, das wehrte er im zweiten Drittel zwar gleich zwei Penaltys ab und musste sich doch dreimal bezwingen lassen und zwar meist nach dem gleichen Muster. Pass in den Slot, Tor oder alternativ:  Parade von Mentrey, Nachschuss von Thun – Tor.

Immerhin konnte der SVWE im Schlussdrittel nun auch bei 5 gegen 5 zusetzen und sorgte innerhalb von 5 Minuten mit drei Toren für die Entscheidung in diesem Derby. Dies erlaubte es nun allgemein einen Gang hinunter zu schalten.