Trotz Unterzahl ab der 82. Minute – Einwechselspieler Quinjica musste für ein hartes Foul an Kohler frühzeitig unter die Dusche – steckte der Tabellenletzte nie auf.

«Ich bin stolz auf die Mannschaft, trotzdem sie mit zehn Mann zu Ende spielen musste, hat sie nicht aufgegeben», sagte der zweite Interimstrainer Alain Roussel – nach dem Absturz ans Tabellenende und der Auswechslung von Willy Neuenschwander zu Xhevxhet Dullaj musste der eigene A-Juniorentrainer nach nur einem Spiel gegen Schötz wegen eines beruflichen Auslandaufenthaltes sich zurück ziehen. Der Elsässer versuchte mit seinem System nach den zwei letzten Niederlagen Sicherheit zu finden.

«Priorität hatte, kein Tor zu erhalten, wobei wir versuchten, in den ersten dreissig Minuten ein Tor zu machen, allerdings in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit das Vertrauen wieder verloren», meinte Roussel. In diese Phase fiel der Führungstreffer der Gäste. Zuerst behielt Jeffrey Grosjean gegen zwei angreifende Wangner die Oberhand. Im Gegenzug schloss Kohler rechts scharf ab, sodass Goalie Häfliger den Ball nach vorne abprallen lassen musste. Dieser fiel direkt Veronica in die Füsse – 0:1 (43.).

Wangen trotz Rot zum Ausgleich

Dass Solothurn-Trainer Aziz Sayilir mit dem Spielausgang nicht zufrieden war, verbarg er nicht: «Wir haben das ganze Spiel mehr gemacht, mehr investiert und hatten mehr Chancen, deshalb ist die Enttäuschung riesig». Zu Abschlüssen kamen die Ambassdoren-Städter, auch noch nach dem Ausgleich. «Wir müssen einfach die Tore machen, wenn wir alleine vor dem gegnerischen Tor stehen», zählte Sayilir eine ganze Reihe ausgelassener Möglichkeiten auf.

Bei den Besuchern fehlte es erneut am zielführenden letzten Pass. Obwohl die Gäste das zweite Tor anvisierten und sich nicht zurück zogen, um das Resultat zu verwalten, mussten sie in der 87. Minute auf einen Freistoss den Ausgleich einstecken: Campello fand von der rechten Seite in der Mitte Bekteshis Kopf, der nur noch einnicken konnte.

Beide Trainer gehen ihre letzten Spiele dieses Fussballjahres vom kommenden Wochenende – Wangen b. O. gegen Buochs am Samstag (17 Uhr) und Solothurn in Münsingen am Sonntag (14.30) – zuversichtlich an. «Dieses 1:1 ist ein Zeichen für die Zukunft, wobei noch viel zu machen ist, denn wir hatten Chancen», hofft Roussel, das aus seinem Interregnum ein Definitivum wird. «Positiv für das nächste Spiel stimmt mich die Leistung, denn sie gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen», bleibt Sayilir Optimist.

Wangen b.O. - Solothurn

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