Die Männer des HV Olten vermochten den Coup aus der letzten Saison nicht zu wiederholen. Im Vorjahr hatte sich das Team von Trainer Hanspeter Arnold als Tabellenzweiter für die NLB-Aufstiegsspiele qualifiziert. In der laufenden Saison sah es lange Zeit danach aus, als würde dies den Oltnern erneut gelingen.

Nach dem Fehlstart mit zwei Niederlagen gewann der HV Olten die folgenden sechs Spiele in Serie und war auf Finalrunden-Kurs. Doch dann verpasste es das Arnold-Team, den Sack zuzumachen und die fehlenden Punkte einzufahren. So schaute aus den letzten vier Qualifikationsspielen nur noch ein Punkt heraus.

Die Oltner unterlagen dem Schlusslicht Wahlen Laufen und zogen auch in den wichtigen Direktduellen gegen Pilatus und Dagmersellen den Kürzeren. Diese beiden Klubs hatten am Ende der Qualifikation somit einen Punkt mehr auf dem Konto als der HV Olten und zogen zusammen mit dem Spitzenduo Stans und Pratteln in die Aufstiegsspiele ein.

Ein Blick auf die Statistik deckt die Schwachstelle des HVO auf: Dieser stellt zwar die drittbeste Abwehr der Liga, schoss aber zu wenig Tore. Nur zwei Teams waren noch weniger erfolgreich vor dem gegnerischen Tor. Oltens mit Abstand bester Skorer in der Qualifikation heisst Tomislav Orsolic mit 65 Volltreffern in 14 Meisterschaftsspielen.

In der heute beginnenden Abstiegsrunde trifft der HVO auf Muotathal, Wahlen Laufen, Herzogenbuchsee, Wacker Thun, Lausanne, Emmen und Lyss. Nach einer Hin- und Rückrunde steigen die schlechtesten beiden Klubs in die 2. Liga ab, der Fünfte und der Sechste müssen in die Barrage.

Während die Männer die Aufstiegsspiele um einen Punkt verpassten, war es bei den Frauen des HV Olten gar noch enger. Mit sechs Siegen und vier Niederlagen hatten die Oltnerinnen am Ende der Qualifikation zwölf Punkte auf dem Konto, gleich viele wie Rotweiss Thun.

Ausschlaggebend für die Finalrunden-Teilnahme war somit das Torverhältnis und da hatten die Thunerinnen die Nase knapp vorne. Hauchdünn – den Oltnerinnen fehlten vier Tore. Beste Torschützin im Team des Trainerduos André Bichsel/Sandro Romeo war Nadia Colvin mit 51 Treffern in zehn Spielen.

Oltens kommende Gegnerinnen im Abstiegskampf heissen La Chaux-de-Fonds, Muotathal, Zofingen, Herzogenbuchsee sowie Leimental. Der Modus sieht eine Hin- und eine Rückrunde vor. Nach diesen zehn Spielen muss der Tabellenletzte der Sechsergruppe den direkten Abstieg in die 2. Liga antreten, auf den Vierten und den Fünften der Gruppe wartet die Barrage.