Erste Hälfte top – 10 Siege in 13 Spielen –, zweite Hälfte Flop – 10 Niederlagen in 13 Partien inklusive Out in der ersten Playoff-Runde. Dies die Bilanz des TSV Unihockey Deitingen in der vergangenen 1.-Liga-Saison.

«Insgesamt können wir zufrieden sein. Aufgrund der Baisse in der zweiten Saisonhälfte verspielten wir leider das Heimrecht in den Playoffs und scheiterten dort knapp an einem starken Gegner», blickt Präsident und Sportchef Simon Munzinger zurück.

Mit David Frei, einer der Gründer des Klubs, und Samuel Nyffenegger verlor das Team auf die neue Saison hin zwei erfahrene Spieler. Neu zur Mannschaft gestossen sind Torhüter Thomas Frank, ehemals NLA, Damian Sägesser (von Unihockey Langenthal Aarwangen) und Pascal Wuillemin (UHC Biel-Seeland).

«Aufgrund der Rücktritte von Frei und Nyffenegger fehlen uns zwei wichtige Persönlichkeiten. Der Kern des Teams ist aber zusammengeblieben. Und die Neuen bringen hoffentlich etwas frischen Wind», fasst Munzinger die Mutationen zusammen. Auf dem Papier schätzt er den Kader im Vergleich zum Vorjahr als eher stärker, aber insbesondere breiter ein.

«Der Grossteil des Teams besteht immer noch aus Spielern, die zusammen aus der 3. bis in die 1. Liga aufgestiegen sind», unterstreicht er. «Das schweisst zusammen. Das Familiäre und Freundschaftliche steht bei uns im Fokus.» Wichtig sei auch, dass Trainer Matthias Roth seinen Vertrag verlängerte: «Aus beruflichen Gründen bestand da lange ein Fragezeichen», so Munzinger, der sich über die Kontinuität auf dem Trainerstuhl freut.

Holpriger Start wegen Fussball-WM

Wie die abgelaufene Spielzeit war die Vorbereitung auf die neue Saison ebenfalls zweigeteilt. Den «holprigen Start» begründet Munzinger mit der Fussball-WM: «Da war es nicht immer leicht, die Spieler in die Halle zu bringen.» Dann kamen die Wasserämter immer besser auf Touren. Vor gut zwei Wochen gewann das Team von Trainer Matthias Roth den Mittelland-Cup. Dabei schlug Deitingen auch den Gastgeber und Ligakonkurrenten Unihockey Mittelland.

Zudem standen bereits zwei Pflichtspiele auf dem Programm. Deitingen bezwang im Schweizer Cup sowohl die Waldenburg als auch die Powermäuse Brugg. Dies beschert dem Klub ein frühes Saison-Highlight: Am Sonntag empfangen die Deitinger im 1/16-Final den NLA-Klub Tigers Langnau. Am Samstag gastiert der UHT Eggiwil in der Zweienhalle in Deitingen.

«Das wird gleich ein Super-Wochenende», freut sich Präsident Munzinger. «Wir wollen natürlich gut in die Saison starten, gegen Eggiwil taten wir uns in den letzten Jahren aber immer schwer. Am Sonntag folgt dann die Kür vor einer hoffentlich tollen Kulisse.» Gegen die Langnauer ist Deitingen der haushohe Underdog, aber träumen dürfe man ja, meint Munzinger. Er hofft, dass die Wasserämter vom NLA-Klub unterschätzt werden.

Das Saisonziel, welches sich Trainer und Mannschaft intern gesetzt haben, wollte er nicht verraten. Was erwartet der Präsident und Sportchef vom Fanionteam? «Wir streben natürlich wieder die Playoff-Qualifikation an. Falls möglich diesmal mit Heimrecht in der ersten Runde.»