Und mit einem Schlag war alles vorbei: Der SC Langenthal scheidet nach der 3:5-Niederlage im siebten und entscheidenden Playoff-Halbfinal aus. Erneut gelang es den Oberaargauern nicht, die Partie zu Beginn in die richtige Bahn zu lenken. Visp erwischte den besseren Start, war aggressiver und frecher und konnte so in Überzahl nach einem Blue-Line-Schuss in Führung gehen. Langenthal glich in der Folge mehrmals die Gäste-Führungen aus, was immer wieder Kraft kostete. So führten die Walliser 1:0, 2:1, 4:2 und letztlich 5:3. Der fünften Gegentreffer in der 54. Minute war die Entscheidung gegen den SCL und für Visp. «Die andauernden Rückstände machten es schwer», erklärte Noël Guyaz nach der Partie. «Wir kamen zwar jeweils wieder heran kassierten aber prompt wieder Gegentore.»

Zwei-Tore-Rückstand entschied

Sinnbildlich für die letztlich ungenügende Leistung des SC Langenthal war das zweite Drittel. Die Angriffsbemühungen wurden meist im Keim erstickt; selbst die erste SCL-Linie konnte sich selten gegen die defensiv sicheren Visper entfalten. Zugleich gelang den Wallisern in diesem Abschnitt zuerst das 3:2 und später sogar das 4:2. Beide Treffer waren Eigentore, die zum Zweitore-Rückstand führten, den die Oberaargauer nicht mehr aufholen konnten. Zwar gelang Brent Kelly kurz vor Ende des Mitteldrittels der Anschlusstreffer zum 3:4. Als die Langenthaler zum finalen Sturmlauf ansetzten, steigerte sich auch Visp-Hüter Matthias Schoder zusehends. Sechs Minuten vor Schluss war die Partie dann vorentschieden. Über rechts entwischten Andy Furrer und Niki Altorfer, in der Mitte bedienten sie den mitgeeilten Sacha Wollgast, der gegen den heraneilenden Marc Eichmann sicher einschob.

Selber geschlagen

Für Noël Guyaz war klar: Man hat sich das Leben selbst schwer gemacht. «Wir haben uns selber geschlagen. Bei drei Alleingängen konnten wir keinen Treffer erzielen, zugleich haben wir zwei Eigentore kassiert.» Letztlich habe man alles versucht. Denn eigentlich wäre man auch gestern Abend phasenweise besser gewesen. «Es hat nicht sein sollen», hielt der 41-jährige Routinier enttäuscht fest, der mit dieser Halbfinal-Niederlage auch seine Karriere beendete.