Dieser beeindruckende Coup gelang der Truppe von Trainer  Dariusz „Darek“ Skrzypczak fünf Runden vor Schluss dank der bisher eingefahrenen 58 Punkte sowie dem 1:1-Unentschieden der beiden Verfolger Münsingen (42 Punkte) und Luzern II (40) in der Leuchtenstadt. „Wir freuen uns, aber wir fahren weiter und halten die Konzentration bei, denn wir bleiben bis am Schluss am Ball; wir haben einen Plan für die Vorbereitung der Aufstiegsspiele“, sagt ein strahlender Skrzypczak.

Arifis Führung nach 101 Sekunden

Doch der Sieg im Ostaargau fiel den Solothurnern nicht in den Schoss. Die Badener begannen offensiv, ohne Scheuklappen. Nach 41 Sekunden verpasste Teichmann auf Stumps Querpass die Führung knapp. 60 Sekunden später jubelten die Gäste. Nach einem Doppelpass mit Stauffer auf der linken Seite traf Arifi flach beim entfernteren Pfosten zum 0:1. Die damit verbundene Herausforderung nahmen die Platzherren an. In der zehnten Minute verwehrte der erst 16-jährige Gästehüter Bähler, der für den gesperrten Stammhüter Jeffrey Grosjean auflief,  mit der rechten Hand Bijelic den Ausgleich mirakulös. Es blieb nicht seine einzige Heldentat. „Er hielt weitere Hundertprozentige und hat uns mit seinen Grosstaten im Spiel gehalten“, rühmt ihn sein Trainer.

Nachwuchshüter Bähler überzeugte

In dieser animierten Partie holte für den Gast Hunziker nach einer Viertelstunde gegen Stump einen Elfmeter heraus. Diesen versenkte der Gefoulte selbst souverän zum 0:2 (16.). Nur zwei Minuten später reagierte Bähler erneut glänzend, diesmal gegen Schär. Solothurn dominierte nun, wirkte souverän und sicher im Passspiel. Die Esp-Elf fand kaum Raum für Angriffe. Weder die Umstellungen wegen Sperren – nebst Jeffrey Grosjean Topskorer Chatton –sowie des Ausfalls von Abwehrchef Hasanovic, der sich am Freitag im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zuzog, zeigten negative Auswirkungen auf das Teamwork. „So, wie wir in der ersten Halbzeit spielten, wollen wir spielen“, erklärt Skrzypczak.

Trotz Gegendruck nicht hektisch

Nach dem Seitenwechsel gerieten die Besucher trotzdem unter Druck. Sie wurden in ihre Defensive zurück gedrängt. Zugleich agierten sie zu passiv. „Wir haben den Faden verloren, nachdem Baden auf eine Dreimann-Verteidigung umstellte“, erläutert Solothurns Trainer. In diese Phase fiel der Anschlusstreffer durch Matovic (58.). Der Innenverteidiger übernahm einen Eckball Ladners schnörkellos. Baden witterte jetzt seine Chance. Nachdem Bähler wieder mit grossartigem Reflex gegen Teichmann rettete (67.), löste Du Buisson links zu Stauffer einen Konter aus. Dessen querende Flanke kam rechts zu Schrittwieser. Baden-Hüter Baldinger gelang nur eine ungenügende Abwehr. Bisevac stocherte zum 1:3-Schlussstand (75.) nach.  Skrzypczaks Schlusswort zum Tag: „Einfach schön“.