Mertoglu nahm seine Chance wahr. Dieser Freistoss aus 18 Metern in der neunten Minute sass perfekt. Nachdem Karaboga von Friedli unsanft vom Ball getrennt wurde, liess der rechte Aussenläufer mit seinem Schuss ins rechte Lattenkreuz Black-Stars-Hüter Reist keine Chance.

Dominante Solothurner

Damit wurde die Startoffensive der Einheimischen belohnt. Die Stadion-Elf liess erkennen, dass sie die Niederlage bei Luzerns Nachwuchs korrigieren wollte. Mit Lauffreude und Pressing wurde der Gast zurückgedrängt. Solothurn wirkte dominant, wollte die Basler in dessen «Englischer Woche» mit dem 1:2-Ausscheiden im Cup gegen den FC Zürich und der 1:7-Heimkanterniederlage im Nachtragsspiel gegen Kriens müde laufen.

Vereinzelte Nadelstiche

Ab der zwanzigsten Spielminute begannen sich die Platzherren dem behäbigeren, wenig Fluss aufweisenden Stil der Basler anzupassen. Das Geschehen wurde flau. Diese Entwicklung ermöglichte dem Quartierklub aus der Rheinstadt, entlastende Nadelstiche anzusetzen.

In der 27. Minute enteilte links Fazio der hochstehenden Solothurner Abwehr, spielte den herauseilenden Schlussmann Jeffrey Grosjean aus und zielte Richtung leeres Tor. Nicht im Kalkül hatte die Basler Sturmspitze die Schnelligkeit von Waylon Grosjean. Im allerletzten Moment konnte der Innenverteidiger das Überlaufen seines Zwillingsbruders ausbügeln und den Ball Millimeter vor der Torlinie wegspitzeln.

Zittern bis zum Schluss

In der Folge tat sich der Platzklub schwer, effiziente Angriffe zu inszenieren. Chancen waren da, aber auch für die Basler. «Dass wir das zweite Tor nicht machen, war entscheidend, denn wenn es eng bleibt, wird es auch mental relativ unangenehm, weil du nicht zu viel Risiko nehmen darfst», fasst FCS-Trainer Aziz Sayilir zusammen.

In der 59. Minute verpasste Gataric einen Querpass von du Buisson. In der 63. Minute hielt Jeffrey Grosjean auf Boumaiza nach Petrovic-Freistoss. In der 66. Minute verhinderte Reist mit einem Superreflex mit seiner linken Hand das 2:0 von Gataric im Fünfer-Raum nach Hunziker-Eckball. In der 79. Minute traf Bakovic nur das Aussennetz, nachdem Jeffrey Grosjean den Ball nicht unter Kontrolle brachte. In der 86. Minute rettete der FCS-Hüter herauslaufend gegen Ahmeti. In der 93. Minute konnte sich Appelt nicht von Ricardo Farinha absetzen und zwei Minuten später rettete Reist mit beiden Händen vor dem Brasil-Portugiesen.

Zittern war angesagt. Spannung und Hektik prägten die Schlussminuten. «Dieses 1:0 ist gut für uns, ich kann damit sehr gut leben, denn ein «zu null» ist sehr wichtig und freut den Trainer, auch wenn dieses Spiel viel Herz kostete», so Sayilir abschliessend.