Interclub NLA

Froburg Trimbach verliert zum Auftakt gegen Neuenburg

Die beiden Siege von Pablo Andujar (ATP 53) reichten für Froburg Trimbach nicht.

Die beiden Siege von Pablo Andujar (ATP 53) reichten für Froburg Trimbach nicht.

Der Start in die neue NLA-Saison verlief für den Tennisclub Froburg Trimbach nicht wunschgemäss. Das Team von Trainer Bartolomé Szklarecki unterlag auswärts in Neuenburg mit 3:6. Nur Pablo Andujar, Cristian Villagran und das Doppel Andujar/Moundir punkteten für die Solothurner.

Der Spanier Pablo Andujar, die Weltnummer 53 in den Diensten des TC Froburg Trimbach, erfüllte seine Aufgaben im ersten Saisonspiel auswärts in Neuenburg. Der 34-Jährige bekundete gegen seinen Landsmann Bernabe Zapata Miralles (ATP 212) zu Beginn allerdings Mühe. Er verlor den ersten Satz mit 2:6, konnte danach aber aufdrehen und das Spiel mit dem gleichen Satz-Score wieder ausgleichen. Schliesslich setzte sich Trimbachs Nummer eins im Champions-Tiebreak mit 10:6 durch.

Später traf Andujar zusammen mit Adam Moundir (N1) auf das Neuenburger Doppel Zapata Miralles und Mirko Martinez (N2). Und ging wieder als Sieger vom Platz. Das Trimbacher Duo gewann in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:4.

Der dritte Punktgewinn der Trimbacher ging auf das Konto von Cristian Villagran (N3), der sich gegen Sami Ben Abdennibi durchsetzte (6:2, 6:3). Mehr gab es für die Gäste aber nicht zu holen. Enttäuschend verlief der Auftritt des Spaniers Carlos Taberner (ATP 175). Er musste gegen den Litauer Laurynas Grigelis (ATP 507) bereits nach zwei Games das Handtuch werfen.

Adam Moundir (N1) zog gegen den schlechter klassierten Mirko Martinez (N2) den Kürzeren. Nachdem die Weltnummer 467 den ersten Satz noch mit 7:6 für sich entschieden hatte, gab er das Spiel noch dramatisch mit 4:6 und 12:14 aus der Hand. Auch in den übrigen beiden Einzel-Partien waren die Trimbacher auf dem Papier eher zu favorisieren. Doch Jonas Schär (N2) musste sich Nicolas Parizzia (N3) in drei Sätzen beugen, Mischa Lanz (N2) verlor gegen Louroi Martinez (N3) in zwei Durchgängen.

Der Hägendörfer Mischa Lanz (N2) stand in der Startrunde zweimal auf verlorenem Posten.

Der Hägendörfer Mischa Lanz (N2) stand in der Startrunde zweimal auf verlorenem Posten.

4:2 für Neuenburg lautete das Zwischenresultat nach den Einzel-Partien. Und es sollte noch deutlicher werden. Trimbachs Doppel Schär/Lanz fand kein Mittel gegen Grigelis und Luca Margaroli (N3) - 4:6 und 3:6 lautete das Verdikt. Cristian Villagran verpasste seinen zweiten Sieg an diesem Tag. Zusammen mit Nico Borter (N3) unterlag er Riccardo Maiga (N2) und Luca Castelnuovo (N2) mit 4:6 und 4:6.

Jonas Schär (N2) verlor sein Einzel gegen Nicolas Parizzia (N3) im Champions Tiebreak.

Jonas Schär (N2) verlor sein Einzel gegen Nicolas Parizzia (N3) im Champions Tiebreak.

In den weiteren Spielen der ersten Runde gewannen die Grasshoppers, die heuer auf ausländische Verstärkungen verzichten, überraschend gegen Titelverteidiger Genf (6:3). Der TC Sonnenberg, Trimbachs nächster Gegner am Donnerstag, siegte im Zürcher Duell gegen den TC Seeblick mit 7:2. 

Der TC Froburg Trimbach, der Meister von 2015, hat sich für seine siebte Saison in der NLA die Finalrunde als Ziel gesetzt. Dafür müssen sie unter die besten Vier kommen. Die Verantwortlichen um Teamchef Peter Gubler und Coach Bartolomé Szklarecki haben eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Wer die Kaderliste der Trimbacher studiert, dem fällt sofort ein Name ins Auge: Pablo Andujar. Der Spanier ist der wohl prominenteste Name, der in dieser Saison in der NLA auflaufen wird.

Der Spanier ist aktuell die Nummer 53 der Welt und hat bereits vier ATP-Turniere gewonnen. Darunter dasjenige in Gstaad. «In diesem Jahr hat sich für uns die einmalige Gelegenheit ergeben, einen derart starken Spieler nach Trimbach zu holen. Normalerweise würden die Topcracks während der Interclub-Saison nach Amerika reisen, um dort einige Turniere – darunter die US Open – zu bestreiten», erklärt Peter Gubler. «In diesem Jahr machen das nicht alle. Gerade die Sandplatzspezialisten suchen nach Möglichkeiten, um sich auf die French Open im September vorzubereiten. Deshalb ist es uns gelungen, Pablo Andujar zu verpflichten.»

Andujar ist nicht der einzige Spanier, der für Froburg Trimbach auflaufen wird. Ebenfalls mit dabei ist Pedro Martinez, der aktuell auf Position 106 der Weltrangliste steht. «Wir sind vorne mit unseren beiden Spaniern sicherlich sehr stark besetzt. Das war aber auch nötig, denn nach dem Abgang
von Teamleader Sandro Ehrat brauchten wir ganz vorne auch einen Reisser, der für uns Punkte holen und wichtige Matches gewinnen kann. Das können beide», ist Bartolomé Szklarecki überzeugt.

Doch mindestens genauso wichtig für eine erfolgreiche Saison sind die Schweizer Spieler, die auf den Positionen drei bis sechs auflaufen. Und da bleiben die Trimbacher ihrer Linie treu und setzen neben dem Innerschweizer Adam Moundir und dem Neuenburger Routinier und Sandplatzspezialisten Cristian Villagran auf zwei junge Spieler aus der Region. Jonas Schär aus Küngoldingen und Mischa Lanz aus Hägendorf sind beide N2 klassiert, 20 Jahre alt und gehörten schon im vergangenen Jahr zum Team. In diesem Jahr hat sich ihre Rolle aber verändert.

«Die Schnupperjahre sind vorbei. In dieser Saison werden sie regelmässig zum Einsatz kommen und müssen deshalb mehr Verantwortung übernehmen. Das ist eine neue Situation für sie. Sie sind jetzt mitverantwortlich dafür, ob wir es in die Finalrunde schaffen oder nicht. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass die beiden ihre Leistung abrufen können. Vor allem dann, wenn es ihnen gelingt, schon früh in der Saison den ersten Sieg zu holen», sagt Szklarecki.

Am Donnerstag spielt Trimbach gegen Aufsteiger und Titel-Mitfavorit Sonnenberg. «Hinter Sonnenberg und Seeblick spielen wir wohl um die Plätze drei bis fünf. Ich glaube, dass wir vor allem in den Doppelspielen punkten können. Die Finalrunde ist also durchaus realistisch. Alles an­dere ist dann noch Zugabe», sagt Peter Gubler. Eine Einschätzung, die Coach Bartolomé Szklarecki teilt. «Mit viel Einsatz und Kampf ist es für uns möglich, die Finalrunde in Winterthur mit den besten vier Teams zu erreichen.»

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