Gestern kam es auf der Anlage des TC Froburg Trimbach im letzten NLA-Vorrundenspiel zum Spitzenkampf zwischen Titelverteidiger und Tabellenführer Seeblick und den zweitklassierten Gastgebern. Bereits vor der Begegnung war klar, dass die beiden Equipen definitiv in der Finalrunde stehen. Die Frage war nur, wer als Qualifikationssieger in die Endausmarchung im Kampf um den Interclub-Schweizer-Meistertitel starten würde.

Die Antwort auf diese Frage war nach den Einzelpartien bereits geklärt: Die Trimbacher hätten 6:3 gewinnen müssen, um Rang eins zu erobern, doch nach den Einzeln stand es bereits 4:2 für die Zürcher. Vullnet Tashi und Sandro Ehrat punkteten für Trimbach. Beide gewannen ihr Einzel im Champions Tie Break.

Die anderen vier Einzel gingen verloren, wobei insbesondere Yann Marti nahe am Sieg stand. Der Walliser musste sich allerdings Alexander Ritschard in einer hart umkämpften Partie geschlagen geben und so seine erste Einzel-Niederlage in der laufenden Saison einstecken.

Positive Zwischenbilanz

In den abschliessenden Doppelpartien holten die Trimbacher, die mit Nico Borter und Mischa Lanz zwei frische Kräfte einsetzten, noch einen weiteren Punkt. Trotz der 3:6-Niederlage beendet der TC Froburg Trimbach die Vorrunde auf dem zweiten Rang hinter Meister Seeblick Zürich.

«Wir sind mit unserer Vorrunde sehr zufrieden. Natürlich hätten wir gegen Genf gewinnen können und auch gegen Seeblick wäre noch etwas mehr drin gewesen, aber das spielt am Ende alles keine Rolle. Unser Teamspirit ist super, wir stehen im Halbfinal und dort werden wir am Samstag voll angreifen», bilanzierte Coach Bartolomé Szklarecki nach der fünften und letzten Qualifikationsrunde. Die Trimbacher treffen im Halbfinal auf GC. Im zweiten Halbfinal stehen sich Seeblick und Genf gegenüber.

Versöhnlicher Abschluss

Für die NLA-Equipe des TC Schützenmatt Solothurn endet die Saison mit dem Abstieg in die Nationalliga B. Was sich am Sonntag nach der 3:6-Niederlage gegen Neuenburg bereits abgezeichnet hatte, wurde gestern Tatsache. Die Solothurner spielten Zuhause gegen Titelanwärter GC und hätten in diesem Duell drei Punkte mehr gewinnen müssen als Neuenburg gegen Genf.

Schnell zeigte sich aber, dass dieses Unterfangen ein Ding der Unmöglichkeit werden würde. Nicht etwa, weil die Solothurner schlecht gespielt hätten – im Gegenteil: Sie feierten im letzten Gruppenspiel gegen Titelaspirant GC Zürich einen 5:4-Heimsieg. Da jedoch Neuenburg gegen Genf nach den Einzelpartien bereits 5:1 in Front lag, war klar, dass die Solothurner den Abstieg nicht mehr abwenden konnten.

«Dass die Jungs im Doppel nochmals alles gegeben haben und drei Matches gewinnen konnten, obwohl schon klar war, dass wir abgestiegen sind, spricht für die Mannschaft - auch wenn GC in den Doppeln natürlich nicht in Bestbesetzung gespielt hat», freute sich Captain Yves Derendinger.

Zwei Punkte haben gefehlt

«Für uns war es sehr wichtig, einen guten Abschluss der Saison zu haben. Das ist uns gelungen.» Trotzdem: Am Ende hat es knapp nicht gereicht, um den Ligaerhalt zu schaffen. Zwei Punkte haben in der Endabrechnung gefehlt.

Woran hats gelegen? «Wir haben auf den Positionen fünf und sechs kein einziges Match gewonnen. Das reicht nicht, um in der Nationalliga A bestehen zu können. Dazu muss man allerdings anmerken, dass wir mit der Verletzung unserer Nummer fünf Roman Vögeli auch Pech hatten», so Derendinger.

«Trotz allem war es für uns eine tolle Woche, wobei es insbesondere die starken Leistungen von Cristian Villagran und Henry von der Schulenburg hervorzuheben gilt, die eine ganz starke Saison gespielt haben.»