Froburg Trimbach macht den Halbfinaleinzug frühzeitig klar

Die polnische Froburg-Verstärkung Adam Chadaj besiegte den Schweizer Davis-Cup-Spieler Michael Lammer mit 7:6 und 7:5.

Die polnische Froburg-Verstärkung Adam Chadaj besiegte den Schweizer Davis-Cup-Spieler Michael Lammer mit 7:6 und 7:5.

Der TC Froburg siegt im Viertelfinal der Aufstiegsspiele zur Interclub-NLA gegen GC Zürich mit 4:2. Angesichts der gleich dreifachen polnischen Verstärkung auf Seiten der Froburger, glich die Partie einem Davis-Cup-Duell.

Bereits nach sechs gespielten Einzelpartien war die Entscheidung um den Einzug in den Halbfinal zugunsten der Froburger gefallen. Wegen der verletzungsbedingten Aufgabe des Zürchers Bretting wurden die Doppelpartien in der Trimbacher Tennishalle hinfällig. Nach vier Partien hatte es noch unentschieden gestanden. Beide Seiten hatten sich je zwei Punkte gutschreiben können. Marek Szklarecki und Alvaro Bello hatten für die Punkte auf Froburger Seite gesorgt. Szklarecki, welcher mit seinem R2-Status wohl deutlich unter Wert veranschlagt wird, hatte seinem Kontrahenten mit 6:1, 6:1 deutlich die Limiten aufgezeigt. Nach dem 6:3 im ersten Satz, profitierte Bello von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegenübers Dimitri Bretting. Aufseiten der Zürcher punkteten Jens Hauser gegen Andrzej Mach und Roger Muri, welcher den Dulliker Luca Giacomelli nach einem 7:6 im ersten Satz im zweiten Abschnitt gleich mit 6:0 deklassierte.

Davis-Cup-ähnliche Zustände

Zeitweise glich der Viertelfinal zwischen Froburg und den Grasshoppers einem Davis-Cup-Duell zwischen Polen und der Schweiz. Trotz der Abwesenheit ihres besten polnischen Verstärkungsspielers Marcin Gawron waren die ersten drei Positionen Trimbachs durch Polen besetzt. Auf den Rängen vier bis sechs standen Schweizer im Einsatz. Bei GC Zürich stach in erster Linie Michael Lammer heraus, der effektiv dem Schweizer Davis-Cup-Team angehört. Der Ländervergleich ging schliesslich mit 2:1 an Polen. Dieses Ergebnis erstaunte wenig, angesichts der polnischen Überlegenheit in Sachen Rating. Als Ausnahme gilt es den Sieg im Spitzenduell von Adam Chadaj gegen Michael Lammer hervorzuheben. Beide Akteure stehen in der Schweizer Top 10, wobei Lammer mit seiner Rangierung N1 (6) noch drei Plätze besser klassiert ist als Chadaj. Trotzdem gewann der Pole das hart umkämpfte Match in zwei Sätzen.

Der versprochene Hauch von Weltklasse war nicht zu hoch gegriffen. Zu Beginn noch etwas verhalten, steigerte sich die Begegnung der beiden Nummern eins zu einem packenden Match. Beim Stand von 3:4 und gegnerischem Aufschlag holte sich Chadaj das erste Break und liess sich bis Satzende nicht mehr rebreaken. Die Entscheidung in Satz eins fiel schliesslich mit 7:6 zugunsten Froburgs aus. Im zweiten Abschnitt lösten sich die beiden Kontrahenten immer mehr vom Grundlinienspiel und suchten vermehrt die Offensive. Chadaj setzte Lammer, der immer mehr mit sich selbst haderte, auch bei dessen Aufschlag unter Druck.

Bei 5:4 für Lammer zahlte sich dieses offensive Spiel aus. Mittels Break und erfolgreichem Aufschlagspiel ging Chadaj in Führung. Diese liess er sich, trotz einem kurzen Schreckmoment, als sich der Pole kurz vor Schluss das Knie verdrehte, bis Satzende nicht mehr entreissen. Somit hatte er auch Satz zwei, welcher sich erneut über sieben Games erstreckte, für sich entschieden. Dies war gleichbedeutend mit dem Sieg und Halbfinaleinzug Trimbachs. Für den TCF steht nun eine zweiwöchige Wettkampf-Pause an, bevor es mit dem Semifinal weiter geht. Dort wartet entweder Dählhölzi Bern oder Seeblick Zürich. In jedem Fall eine sehr grosse Hürde auf dem Weg ins Finale.

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