Tennis
Froburg Trimbach fegt Lugano vom Platz und steht in den Aufstiegsspielen

Das war nun wirklich sensationell: Der Tennisclub Froburg nahm im Spitzenkampf der Nationalliga B keine Notiz vom Gegner Lido Lugano und gewann Match für Match souverän.

Hans Peter Schläfli
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Tennis Froburg Trimbach
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Der Junior Luca Giacomelli gewann seinen ersten Match für Froburg in der NLB.
Die beiden Trimbacher Alvaro Bello und Moritz Baumann hatten im Doppel mächtig Spass.
Trimbachs neuer Pole Marcin Gawron zeigte herrliches Tennis.
Trimbachs Pole Adam Chadaj ist NLA-würdig.

Tennis Froburg Trimbach

Hans Peter Schläfli

Und dann gewann auch Junior Luca Giacomelli – die grosse Trimbacher Zukunftshoffnung – seine erste Begegnung in der Nationalliga B. Es hiess bereits 6:0, und der TC Froburg war definitiv für die Aufstiegsspiele qualifiziert. «Ich habe mich schon gefreut, aber ich zeige es nicht so gegen aussen», sagte Giacomelli, nachdem er auch die Gratulationen seiner Teamkollegen gelassen über sich ergehen lassen hatte.

Vor der ersten von drei Begegnungen, die Froburg in den Aufstiegsspielen gewinnen müsste, um in die Nationalliga A aufzusteigen, bleibt der Dulliker Kantischüler zurückhaltend. «Natürlich werde ich alles geben, um aufzusteigen, aber die NLA wäre wohl noch etwas anspruchsvoll für mich, da muss ich noch zwei, drei Jahre Erfahrung sammeln.» Aber sein Traum ist es, als Profi unter die ersten 100 der ATP-Rangliste zu kommen. Am Talent fehlt es dem 17-jährigen Luca Giacomelli nicht, das hat er gezeigt.

Die jetzigen Nummern 1, 2 und 3 Marcin Gawron, Moritz Baumann und Andam Chadaj, zeigten Tennis, mit dem Froburg bereits jetzt problemlos in der Nationalliga A bestehen könnte. «Aber man darf den Sprung trotzdem nicht unterschätzen», sagt Coach Bartolomé Szklarecki, der die erfolgreiche Mannschaft jeweils aus polnischen Freunden und seinen Trimbacher Schülern zusammenstellt. «Ich muss auch zugeben, dass Lugano auf zwei N1-Spieler verzichten musste, was unsere Aufgabe etwas erleichtert hat.» Szklarecki sieht Froburg nicht als Favorit auf den Aufstieg. «Ein NLB-Meistertitel wäre natürlich sehr, sehr schön. Und wahrscheinlich wäre auch eine Saison in der NLA ein sensationelles Erlebnis, aber viel mehr Aufwand als jetzt können wir dafür nicht betreiben.»

Zum Schluss der Partie ging es noch in die drei Doppel. Und – um die Ambitionen zu unterstreichen – zeigten auch da alle sechs Trimbacher brillantes Tennis, was zum blitzsauberen 9:0-Sieg führte. Ganze zwei Sätze konnte Lugano für sich entscheiden. Und was die Trimbacher Erfolgsgeschichte komplettiert: Die 2. Mannschaft steuert in der 1. Liga ebenfalls auf den Aufstieg in die NLC zu.