Eishockey

Friedrich Schillers Philosophien begleiten den EHC Zuchwil-Regio

Matthias von Dach warnt, Adelboden nicht zu unterschätzen.

Matthias von Dach warnt, Adelboden nicht zu unterschätzen.

Nach der bitteren 3:6-Niederlage gegen Adelboden sinnt der EHC Zuchwil Regio am Samstag gegen Lyss (18.15 Uhr) auf Wiedergutmachung. Schiller meint dazu nur: «Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.»

Matthias von Dach will nichts beschönigen: «Wir wissen, was wir können, aber wir sind noch zu inkonstant», sagt der Routinier des EHC Zuchwil Regio. Oder wie Friedrich Schiller es kundtäte: «Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.»

«Das war kein Heldenstück, Octavio!» Mit diesen Worten der Verbitterung reagiert Wallenstein in Schillers gleichnamigem Drama auf Octavio Piccolominis Verrat an ihm. Wallenstein hatte auf ihn als Freund vertraut. Naheliegend, dass der Sportchef und Präsident des EHC Zuchwil Regio, Walter Ulrich, seinen Mannen nach der 3:6-Pleite gegen Adelboden sinngemäss Gleiches einschärfte.

Vermutlich allerdings nicht ganz so poetisch, dafür viel mehr unzweideutig, einleuchtend. Eine Heimniederlage gegen die Niedersimmentaler darf sich ein ambitioniertes Team wie Zuchwil eigentlich nicht leisten. Adelboden zählt standesgemäss eher zu jenen, die dafür sorgen, dass die hintersten Tabellenränge auch von jemandem belegt werden.

Zu légère

«Uns war allen klar, dass wir Adelboden nicht unterschätzen dürfen», sagt Matthias von Dach. Der 29-jährige Stürmer spielt in seiner neunten Saison in Zuchwil und ist damit der Dienstälteste seiner Truppe. «Dennoch», fährt der Landschaftsgärtner, dem heuer gegen Belp schon ein Hattrick gelungen war, fort: «haben wir den Weg vors Tor nicht richtig gefunden. Zudem sind uns hinten grobe Fehler unterlaufen.» Vielleicht sei man das Ganze doch zu légère angegangen, sinniert Von Dach selbstkritisch.

Als dann die Berner Oberländer schon kurz nach Beginn durch einen Treffer in Überzahl in Führung gingen, wurde die Sache für die Hausherren nicht simpler. Denn wie sagt Schiller: «Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.»

Zu Höherem berufen

Einfach wird es für den EHC Zuchwil Regio auch am Samstag nicht. Mit dem SC Lyss gastiert eine Spitzenmannschaft im Sportzentrum. Freilich kommt diese Aufgabe den hochdotierten Solothurnern vielleicht eher entgegen, als wenn es gegen einen vermeintlichen «Gratisgang» geht. «Wenn wir unser Spiel über 60 Minuten abrufen und voll durchziehen, wird es bestimmt ein intensiver und spannender Match», so von Dach. Nun: «Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.» Überflüssig, den Verfasser dieses Zitats zu erwähnen...

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