Unihockey
Frauen Unihockey Nati: «Wenn wir das Maximum abrufen, ist jeder schlagbar»

Christine Zimmermann und die Schweizer Unihockey Nationalmannschaft reisen mit hohen Zielen an die WM nach Tschechien. Die Frauen reisten bereits am Montag ab und machten in Österreich einen Zwischenstopp, um sich optimal für die WM vorzubereiten.

Olivier Winistörfer
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Die Frauen Nati reist mit hohen Erwartungen an die Unihockey WM.

Die Frauen Nati reist mit hohen Erwartungen an die Unihockey WM.

KEYSTONE

Während bei den Männern die Meisterschaft ihren gewohnten Gang geht, wartete auf die Frauen das Highlight des Unihockey-Jahres: Die Schweizer Nationalmannschaft bestreitet mit den anderen Top-Nationen die Weltmeisterschaft im tschechischen Brno. Mit dabei ist auch Christine Zimmermann, die Rückkehrerin von den Wizards Bern Burgdorf. Für die 23-jährige Solothurnerin, welche die letzten drei Saisons bei Vizemeister Dietlikon war, ist dabei die Weltmeisterschaft alles andere als Neuland. Die Gewinnerin einer U19-Gold und einer Silbermedaille mit der A-Nationalmannschaft kann den Startschuss trotzdem kaum erwarten: «Es ist immer wieder ein Highlight an einer WM dabei sein zu dürfen. Die Nervosität wird sicher vor dem ersten Spiel noch kommen, aber momentan spüre ich nur Vorfreude.»

Besondere Vorbereitung

Wie bereits die Herren vor der Heim-WM, bestritten auch die Frauen vor dem wichtigen Turnier eine Vorbereitung der besonderen Art. So reiste das Team bereits am Montag ab und machte in Österreich einen Zwischenstopp um dort zu sehen, was es alles braucht für eine WM. Für Christine Zimmermann war dies eine interessante Abwechslung: «Es ist toll eine solche Woche gemeinsam erleben zu dürfen. Wir machen momentan sehr viel gemeinsam, was dem Team sicher gut tut. Es schweisst zusammen.» Die 23-Jährige könne sich auch nicht entscheiden, was das klare Highlight gewesen sei: «Für mich persönlich waren alle Events Highlights, da ich sie selber wahrscheinlich nicht besichtigen würde. Einmal oben an einer Sprungschanze zu stehen ist gewaltig. Aber auch die Besichtigung der Hahnenkamm-Abfahrt. Das dritte Highlight war das Klassik-Konzert im Wiener Konzertsaal. Es war ganz schön so etwas einmal live zu sehen.»

Klare Ziele und Unterstützung von zu Hause

Nun gilt es aber ab heute wieder Ernst für die Nationalmannschaft. Um 20 Uhr geht es gegen das emotionale Lettland. Die Solothurnerin sieht dies aber nicht als Schwierigkeit: «Für uns kommt es nicht drauf an, gegen wen wir in die WM starten. Wir werden versuchen, von der ersten Minute an unsere Leistung abzurufen.» Die 23-Jährige will sich beim Turnier auch ansonsten nicht auf die Gegner, sondern auf das eigene Team konzentrieren: «Wir nehmen Spiel für Spiel. Wenn wir unser Leistungsmaximum abrufen können, ist gegen jeden Gegner ein Sieg möglich.»

Talentiertes Team

Dass die Schweizer Nationalmannschaft das Potenzial dazu hat, bewiesen Sascha Brendlers Schützlinge vor einem Monat mit dem zweiten Rang an der Euro Floorball Tour in Göteborg. Druck oder Hochmut komme aber nicht auf: «Wir sehen es als Motivation. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Gewettet habe die Solothurnerin aber nicht mit Bruder Adrian, welcher selber bei Wiler-Ersigen und in der Herren Nationalmannschaft spielt: «Wir schliessen nie Wetten ab. Wir unterstützen uns gegenseitig lieber.»