Der 23-jährige Mountainbike- und Radquerprofi Lars Forster gewann in Solothurn den dritten Lauf des Swiss Bike Cups bei misslichen Wetterbedingungen mit sieben Sekunden Vorsprung vor dem Olympiasechsten Mathias Flückiger. «Ich lag in der letzten Runde auf dem höchsten Punkt der Strecke noch sieben Sekunden hinter Mathias», sagte Forster nach seinem Sieg. «Dann konnte ich den Berner rund 700 Meter vor dem Ziel ein- und überholen.»

Dritter und dadurch neuer Leader im Swiss Bike Cup wurde Andri Frischknecht. Obwohl er sich in der dritten Runde einen Plattfuss eingefangen hatte. Eine Runde später erwischte es an der gleichen Stelle beim Solothurner Pfadiheim den grossen Favoriten Nino Schurter. Der Churer Olympiasieger und Weltmeister fiel so noch auf den vierten Platz zurück, während sein grosser Dauerrivale Julien Absalon nie in Schwung kam und das Rennen schon nach einer von sechs Runden aufgab.

Ein starkes Rennen zeigte der 25-jährige Schönenwerder Reto Indergand als Sechster. «Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. In den ersten zweieinhalb Runden konnte ich in der fünfköpfigen Spitzengruppe mit Schurter, Forster, Flückiger und Frischknecht mithalten», so Indergand. «Am Schluss musste ich mich leider noch von meinem französischen Teamkollegen Titouan Carod überholen lassen», äusserte sich der letztjährige Gesamtsieger des Swiss Bike Cup und Gewinner des Swiss Epic.

Auch Indergands Schwager Severin Sägesser zeigte in der Ambassadorenstadt als Zwölfter eine gute Leistung. «Mein bis jetzt bestes Mountainbike-Renne», stellte der Niedergösger fest, «Ich lag sogar sehr lange auf dem achten Platz.»

Bei den U23-Fahrern siegte der Tessiner Filippo Colombo vor den beiden Mitgliedern vom Bike Team Solothurn, Nick Burki und Vital Albin. «Mir ist es sehr gutgelaufen. Das war mein bisher bestes Rennen in der U23-Kategorie», freute sich Burki über seinen zweiten Platz. Burki gewann letztes Jahr Silber an der Junioren-SM und war Vierter an der Junioren-EM. Der Gretzenbacher Manuel Fasnacht musste das Rennen nach einem guten Start aufgeben.

Jolanda Neff im Sprint vor Sina Frei

Bei den Frauen feierte die Weltranglistenerste Jolanda Neff ihren ersten Saisonsieg. Sie gewann im Sprint vor der amtierenden U23-Europameisterin Sina Frei aus Uetikon am See. Dritte wurde mit knapp 16 Sekunden Rückstand die Urnerin Linda Indergand, Vierte die Altmeisterin Esther Süss. «Es freut mich irrsinnig, dass ich dieses extrem spannende Rennen im Sprint gewinnen konnte.

Die Entscheidung fiel in der letzten Kurve vor der Zielgeraden, als ich das Hindernis überfahren konnte und Sina Frei absteigen musste», kommentierte die Rheintalerin Jolanda Neff ihren Sieg. «Jetzt freue ich mich auf die Weltcup-Rennen in zwei Wochen in Tschechien und eine Woche später in Deutschland.» Jolanda Neff war an den Bike Days in Solothurn bereits am Freitagabend in einem Promi-Staffelrennen um den «Oufi Cup» angetreten. Zusammen mit Andrea Waldis und der Italienerin Eva Lechner landete sie auf dem dritten Podestplatz.