Handball NLB
Folgt sogleich der zweite Streich – zweites Spiel, zweiter Sieg für den TV Solothurn?

Der TV Solothurn strebt im zweiten Spiel den zweiten Sieg an. Zu Gast im CIS ist diesen Samstag der HC KTV Altdorf. Die Innerschweizer haben ihr erstes Saisonspiel verloren und sind nun auf Wiedergutmachung aus.

Gaudenz Oetterli
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Handball TV Solothurn.

Handball TV Solothurn.

Hansjörg Sahli

Es ist das Duell des Tabellenzweiten gegen den Drittletzten. Dank des klaren Sieges im ersten Saisonspiel grüssen die Solothurner bereits wieder vom oberen Ende der Tabelle.

Ganz im Gegensatz zu Altdorf, das sich aufgrund einer 5-Tore-Niederlage gegen Baden im hinteren Bereich befindet. Es ist aber natürlich auch klar, dass die Tabelle nach erst einem Spiel noch nicht viel Struktur aufweist und daher nicht sehr aussagekräftig ist über die tatsächlichen Stärkeverhältnisse in der Liga.

Vergleicht man also zusätzlich die Resultate der Direktbegegnungen von letzter Saison, sieht das Duell vom Samstag bereits ausgeglichener aus. Zuhause konnte der TVS einen ungefährdeten Sieg einfahren.

Auswärts hingegen kamen die Solothurner nicht über ein Unentschieden hinaus. Zudem haben sich die Urner auf diese Saison hin noch mit zwei ausländischen Spielern verstärkt. Beide waren im ersten Spiel gegen Baden noch nicht spielberechtigt. Sie kamen erst im Schweizer Cup gegen Steffisburg erstmals zum Einsatz.

Altdorf gewann das Spiel gegen den NLB-Ligakonkurrenten auswärts mit 25:22. Und die beiden Neuzuzüge erzielten bei ihrem Debüt zusammen elf Treffer. Es spricht also Vieles dafür, dass die Innerschweizer gegen Solothurn um einiges stärker aufspielen werden als auf dem Papier ersichtlich ist.

Eigene Stärken nutzen

Doch auch wenn der KTV Altdorf wegen der Neuzuzüge nicht genau einzuschätzen ist, müssen sich die Solothurner mit ihrem Kader vor keinem Gegner in der Liga fürchten.

Mit einer der besten Deckungen der Liga hat der TVS letzte Saison in vielen Spielen den Grundstein für den Sieg gelegt. Eine kompakte Defensive wird auch gegen Altdorf der Schlüssel zu Erfolg sein. Konnten sich die Solothurner im ersten Spiel noch längere defensive Schwächephasen leisten, müssen sie gegen die Urner Offensiv-Power von Beginn weg bereit sein.

Erfreulich ist die Entwicklung des Solothurner Angriffspiels. Im Schweizer Cup gegen Endingen bekundete der TV Solothurn noch viel Mühe in der Offensive – ebenso zu Beginn der ersten Meisterschafts-Partie. Die zweite Halbzeit gegen Birsfelden hat jedoch gezeigt, dass die TVS-Tormaschinerie Fahrt aufgenommen hat.

Zudem ist der Angriff breit aufgestellt, von zwölf Feldspielern haben sich deren acht in die Torschützenliste eintragen können, fünf davon sogar mit vier Treffern oder mehr. Der Fakt, nicht von einzelnen Top-Schützen abhängig zu sein, könnte sich gegen die starken Innerschweizer als Zünglein an der Waage entpuppen.