Zeitweise sah es gar nicht gut aus am Sonntagnachmittag beim Heimspiel des TC Froburg Trimbach Olten gegen den Tabellenführer GC. Die Trimbacher, die es am Vortag beim 6:3-Sieg gegen Schlusslicht Nyon verpasst hatten, eine grössere Distanz zwischen sich und Verfolger Neuchâtel zu legen, gerieten gegen die starken Zürcher arg in Rücklage. 0:5 stand es nach den ersten fünf Einzelpartien, während Neuchâtel Favorit Genf in den ersten vier Einzelpartien Paroli bot und ein 2:2-Zwischenergebnis herausholen konnte. Der Vorsprung der Trimbacher war zu diesem Zeitpunkt bereits halbiert und auf zwei Punkte geschrumpft.

Müdigkeit macht sich spürbar

Der Pole Michal Przysiezny hatte vor den zahlreich erschienen Zuschauern auf der Heimanlage in Trimbach stark begonnen. Er gewann den ersten Satz gegen Adrien Bossel mit 6:3, doch je länger die Partie dauerte, desto mehr war dem ehemaligen Top-100-Spieler die Müdigkeit der letzten Tage anzumerken. In seinem vierten Einzel musste er zum vierten Mal über drei Sätze gehen. Das war etwas zu viel für den 32-Jährigen, der sich schliesslich mit 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben musste.

Die anderen Niederlagen kamen allesamt wesentlich deutlicher zustande. Sandro Ehrat, Martin Vacek und Luca Giacmelli verloren jeweils in zwei Sätzen und konnten gegen ihre Kontrahenten nicht mehr als drei Spiele gewinnen. Hinzu kam, dass Trimbachs Nummer eins Nils Langer, der bereits in der ersten Runde wegen Handgelenkproblemen aufgeben musste, nach nur einem einzigen Game das Handtuch werfen musste. So war es einzig Yann Marti, der die Trimbacher Fahne hochhalten und dank einer starken Leistung gegen Raphael Lustenberger mit 6:1, 6:3 gewinnen konnte.

Vier Punkte Vorsprung

Auch in den Doppelpartien lief es für Trimbach nicht wie gewünscht. Die Paarung Michal Przysiezny/Yann Marti und das Duo Sandro Ehrat/David Novak mussten sich in hart umkämpften Spielen im Champions Tie Break geschlagen geben. Immerhin gewannen Martin Vacek und Luca Keist noch einen zweiten Punkt und konnten so auf 2:7 verkürzen.

Die gute Nachricht kam wenig später aus Genf. Neuchâtel, das zu beginn so stark aufgespielt hatte, verpasste es in der Folge, weitere Punkte zu gewinnen und verlor ebenfalls 2:7. Damit stehen die Trimbacher vor der letzten Runde am Dienstag auf Rang vier und haben gute Chancen, die Finalrunde zu erreichen. „Natürlich haben wir es gegen Nyon verpasst, höher zu gewinnen“, sagt der Teamverantwortliche Peter Gubler. „Aber wir haben nach dieser Doppelrunde mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und kämpfen mit einer guten Ausgangslage um Rang vier.“ Der Vorsprung auf Neuchâtel beträgt derzeit beruhigende vier Punkte.