Auf dem Platz würden Tränen fliessen, das war klar. Doch wer vor Freude und wer aus Traurigkeit weinen würde, das mussten die Fussballerinnen im letzten Auf-/Abstiegsspiel noch unter sich ausmachen. Denn wenn Schwyz gegen Thun gewinnen würde - und davon musst man ausgehen, - dann würde der Entscheid um Platz Zwei der Auf-/Abstiegsrunde zwischen Zuchwil und Schlieren fallen. Es ging um alles oder nichts. Dementsprechend nervös starteten die Spielerinnen der beiden Teams in die Partie.

Zuchwil machte am Anfang alles richtig; die offensiv eingestellte Mannschaft mit nur drei Verteidigerinnen, fünf Mittelfeldspielerinnen und zwei Sturmspitzen kam ein paar Mal gefährlich vors gegenerische Tor. Doch es fehlte die nötige Kaltblütigkeit. Zuchwil nutzte die Chancen, die es sich vorallem durch Konter erspielte, nicht - mit verheerenden Folgen, denn ein Unentschieden würde nur den Schlieremerinnen nützen.

Nötige Abgeklärtheit fehlte

Nach dem Wiederanpfiff erarbeiteten sich die Gäste eine wundervolle Möglichkeit um das Skore zu eröffnen. Doch die kleingewachsene Torhüterin des FC Schlieren verhinderte eine Zuchwiler Führung durch eine Glanzparade.

In der Folge machte sich bei den Limmattalerinnen Hektik breit, sie spielten ungeduldig und verloren immer öfter den Ball. Eine perfekte Möglichkeit für den FFC sich in Szene zu setzen - aber auch hier fehlte die nötige Abgeklärtheit. Stürmerin Jasmine Imboden konnte nicht an ihre Leistung anknüpfen, ihre Sturmpartnerin Melanie Steinmann stand ein ums andere Mal alleingelassen auf verlorenem Posten.

Zu späte Aufholjagd

Dann folgte der Doppelschlag von Schlieren. Der 40-jährige Captain Sheila Loosli vewertete in der 71. und 78. Minute zur 2:0-Führung für die Gastgeber.

Sollte das das Ende der Ligaerhalt-Träume von Zuchwil sein? Nicht im Geringsten. Die Zuchwiler Fussballerinnen mobilisierten nochmals alle ihre Kräfte und schafften das Kunsttück in der 88. Minute durch Andrea Vögeli und in der 94. Minute durch Michelle Probst zum 2:2 auszugleichen. Für mehr reichte es nicht und so steigen die Zuchwilerinnen unter einem Meer von Tränen in die Nationalliga B ab.