Eishockey
Ferien oder Finalqualifikation für den SC Langenthal

Die Spannung steigt: Der SC Langenthal wird am Sonntagabend (Schoren, 18.15 Uhr) gegen den EHC Visp in der «Halbfinal-Belle» antreten. Eine Niederlage würde verfrühte Ferien bedeuten.

Leroy Ryser
Drucken
Teilen
Ein Kribbeln in den Fingern: Langenthals Thomas Dommen (links).

Ein Kribbeln in den Fingern: Langenthals Thomas Dommen (links).

key

Philosophieren und prognostizieren: All das wird am Sonntagabend vorbei sein, denn in einem siebten Spiel entscheidet alleine der Sport. Da können taktische Analysen von aussen über Bord geworfen werden, noch so gute Hockeykenner können fatal daneben liegen.

Eigentlich müsste der SC Langenthal in der siebten und letzten Halbfinalpartie gegen den EHC Visp gewinnen. Immerhin hat er Heimvorteil, man kann davon ausgehen, dass aufgrund der Breite des Kaders noch mehr Energie vorhanden ist als bei den Gästen. Auch auf der Ausländerposition sind die Langenthaler wegen dem verletzungsbedingten Ausfall von Visps Alexei Kowalew eigentlich besser besetzt. Aber eben: Der Sport wird nicht auf solche Vorhersehungen Rücksicht nehmen. Nach diesem letzten Aufeinandertreffen wird der SC Langenthal, welcher eigentlich Favorit ist, die Ferien oder den Final antreten.

Start nicht verschlafen

Es gibt aber auch andere Fakten. Wenn Langenthal ein weiteres Mal den Start verschläft, dann wirds schwierig bis unmöglich. In der sechsten Partie am Freitag haben die fast 4000 Zuschauer eindeutig gesehen, dass die Visper Meister im Kräfte bündeln sind. Wer dachte, die Visper hätten die ersten beiden Linien zu stark forciert und seien konditionell nun am Ende, der wurde im ersten Abschnitt überrascht. «Wir waren nicht gewappnet», musste SCL-Stürmer Thomas Dommen zugeben und hatte damit bei der Frage, was für die «Belle» verbessert werden muss, die Antwort unverzüglich bereit. «Den Start nicht verschlafen. Das liegt an jedem Einzelnen. Eigentlich müssen wir so rasant starten wie Visp am Freitag. Aber wir haben die Geduld und die Kaderbreite, die Partie im letzten Abschnitt zu entscheiden.»

Die Erfahrung nutzen

Ein weiterer Vorteil neben der Breite, so Dommen, sei die Erfahrung im Team. Zuletzt war die Mannschaft in der Meistersaison mit einer solchen Situation konfrontiert. Im Spiel sieben zu Hause gegen La Chaux-de-Fonds reüssierten die Langenthaler. «Unsere Spieler sind erfahren und kennen sich mit einer solchen Situation aus», sagt der ebenso routinierte Zentrumsstürmer. Deshalb sei er nicht nervös, in Spiel 7 werde es aber in den Fingern kribbeln sagt Thomas Dommen und hängt an: «Sein oder nicht sein. Um diese Frage wird es gehen.»