Schweizer Cup
FCG-Trainer ist über neuen Modus gar nicht begeistert

Der FC Grenchen spielt schon heute (16 Uhr) die erste Qualifikationsrunde des Cups 2013/2014 auswärts bei Ligakonkurrent Köniz. Verliert er, ist er im nächstjährigen Cup schon ausgeschieden.

Ruedi Kuhn
Drucken
Teilen

Was für eine spezielle Geschichte: Bevor der FC Grenchen am Sonntag, 11. November, seinen Sechzehntelfinal im Cup 2012/13 gegen den Challenge-League-Klub FC Wohlen bestreitet, muss er heute bereits die erste Qualifikation für den Cup 2013/14 austragen. Verliert der FCG, ist er im nächstjährigen Cup schon ausgeschieden. Bei einem Sieg müssen die Solothurner im März eine zweite Runde überstehen, um in die ersten Hauptrunde vom kommenden August einzuziehen. Gleiches gilt für Wangen bei Olten, welches in der ersten Qualifikationsrunde bei Wettswil-Bonstetten antreten muss.

In der Hauptrunde werden weiterhin 64 Teams aus der Super League (10), Challenge League (10) sowie der 1.Liga Promotion (8) und der 1. Liga Classic (11) mit dabei sein. Die restlichen kommen aus den Amateurligen. Die ersten vier der 1.Liga Promotion sind direkt qualifiziert, der Rest muss eine einfache Runde überstehen. In der 1.Liga Classic nehmen 34 Teams an zwei Runden teil. Die elf Sieger aus der zweiten Runde sind qualifiziert.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) will mit den frühen Ansetzungen der Qualifikationsrunden erreichen, dass die 64 Teilnehmer am Cup 2013/14 bereits Ende der Meisterschaft 2012/13 feststehen. Damit will der SFV den Kleinklubs einen kleinen Vorteil verschaffen: Zieht ein Unterklassiger ein grosses Los, kann er sich sowohl sportlich als auch organisatorisch länger auf das bevorstehende Fussballfest vorbereiten.

Kein Verständnis trotz Vorteilen

Für Kurt Zuppinger, Präsident des 1.-Liga-Komitees, gewinnt der Schweizer Cup mit der Terminverschiebung an Attraktivität: «Bisher mussten die Kleinklubs in Rekordzeit Zusatztribünen aufbauen, die Festwirtschaft organisieren und Sicherheitsdienste wie Polizei aufbieten. Nun bleibt dafür mehr Zeit.» Um den Stellenwert des Wettbewerbs zu steigern, will der SFV zudem dafür sorgen, dass an den Cupterminen die Meisterschaft pausiert.

FCG-Trainer Max Rüetschli hingegen ist überhaupt nicht begeistert: «Was soll das? Ich verstehe nicht, dass man mit dem Cup 2013/14 mitten in dieser Saison beginnt. Das Ganze ist ein Unsinn. Wir haben zwei Leihspieler vom FC Biel, die in der nächsten Saison höchstwahrscheinlich nicht mehr in Grenchen spielen werden.» Rüetschli fügt an: «Wie soll ich die Beiden für ein Spiel eines Wettbewerbs motivieren, der eigentlich erst im kommenden Jahr beginnt?»

Aktuelle Nachrichten