2. Liga Interregional

FC Zuchwil ärgert als Schlusslicht den Leader FC Biberist

2.-Liga-Tabellenführer Biberist kommt beim Letzten nicht über ein 2:2 hinaus. Beide Teams lieferten sich einen Fight auf Augenhöhe.

Der Letzte empfing den Leader der 2. Liga, der in der Herbstrunde diese Begegnung 6:0 gewonnen hatte. Wer nun am Samstag auf dem Sportplatz Widi erneut eine einseitig langweilige Angelegenheit erwartet hatte, der wurde positiv überrascht: Die beiden Teams lieferten sich einen Fight auf Augenhöhe, der von der ersten Minute bis zum Schlusspfiff spannend war.

Einerseits konnte sich der FC Zuchwil in der Winterpause verstärken: Liridon Redzepi, Riad und Besim Racipi haben bereits Erfahrung in der 2. Liga inter (Luterbach, Iliria) gesammelt, die nun im Kampf gegen den Abstieg sichtlich helfen. Andrerseits erwischte der FC Biberist nicht den besten Tag. Vor allem in der Defensive wurde ab und zu arg geschnitzert. Die Zuchwiler Verteidiger deckten hartnäckig und störten die Biberister schon im Mittelfeld bei der Ballannahme. Das tut manchmal weh und den technisch besser beschlagenen Stürmern des Leaders wurde so der Schneid abgekauft. Trotzdem wurde die Partie fair geführt und es gab nur eine einzige gelbe Karte wegen eines harmlosen taktischen Fouls, mit dem Demiroglou kurz vor der Pause einen gefährlichen Biberister Angriff unterband.

Underdog legte zweimal vor

Nach einem recht ausgeglichenen Start gelang Zuchwil das 1:0. Es war ein grandioser Slalomlauf von Enes Basini, bei dem die Biberister Verteidiger nur zuschauten. Gleich darauf hatte auf der anderen Seite Pascal Senn den Ausgleich auf dem Fuss, dann traf Ferhat Demiroglou den Aussenpfosten statt zum 2:0. Auch Jamil Cardinaux scheiterte noch in der ersten Halbzeit an Goalie Dario Bannwart, der mit einer Glanzparade den Ausgleich verhinderte. In diesem Rhythmus ging es weiter. Biberist zeigte sich aber bei scharf getretenen Freistossflanken und bei Eckbällen verletzlich. Der für einen Goalie eher kleine Moreno Blum kann sich in solchen Situationen normalerweise auf seine kopfballstarken Vorderleute verlassen. Aber diesmal nicht. Es brannte immer wieder im Fünfmeterraum und genau auf so eine Flanke fiel dann auch das verdiente 2:1 für Zuchwil.


Sturmlauf des Leaders nicht belohnt

Biberist reagierte und drehte auf. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Das 2:2 durch Pascal Senn war verdient, auch wenn es der Platzspeaker es als Eigentor bezeichnet hatte. Der Ball wäre auch ohne den Rettungsversuch des Zuchwiler Verteidigers ins Tor gegangen. Der Leader wollte den Sieg und es folgte ein Biberister Sturmlauf in den Schlussminuten. Aber weil Patrik Jäggi nach einem herrlichen Flügellauf von Simon Keller eine perfekte Flanke nicht verwerten konnte, blieb es beim 2:2. Es sah fast so aus, als hätte der freistehende Jäggi vor seinem Kopfball viel Zeit zum Überlegen gehabt.

«Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden», fasste Zuchwils Trainer Adis Kesedzic seine Sicht der Dinge zusammen. «Wir sind auf dem richtigen Weg. Wenn wir weiter so auftreten, werden wir ganz sicher von hinten wegkommen. Die Verstärkungen haben bei uns einiges bewirkt. Alle haben jetzt mehr Selbstvertrauen, sie trainieren mit mehr Einsatz und treten mit mehr Willen auf.» Auch der Biberister Trainer Vincenzo Salerno war mit dem Punkt am Ende zufrieden – aber nicht mit der Leistung. «Wir spielten zu ängstlich. Zuchwil liess es nicht zu, dass wir uns spielerisch entfalten konnten. Die Chancen waren da, aber die Defensive klappte heute nicht optimal.» Salerno bleibt optimistisch: «Ich kenne meine Mannschaft, die wird jetzt eine positive Reaktion zeigen. Schliesslich ist es das Ziel, Kantonalmeister zu werden.»

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