2. Liga Interregional
FC Subingen verliert in der ersten Cup-Vorrunde mit 1:5 gegen Hergiswil

Der «Frühstart» in die neue Saison ist Subingen misslungen: In der ersten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup setzte es gegen Hergiswil eine herbe 1:5-Niederlage ab.

Hans Peter Schläfli
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Subingen um Stürmer Mitgel Largiadèr (r.) hat noch viel Arbeit vor sich.

Subingen um Stürmer Mitgel Largiadèr (r.) hat noch viel Arbeit vor sich.

Hans Peter Schläfli

«Wir waren gedanklich noch nicht bereit», analysierte Subingens Trainer Patrik Schüpbach am Ende. Er sah das Positive: «Ich habe viele Fehler gesehen und weiss, woran wir in den nächsten zwei Wochen arbeiten müssen.»

Erklärungen für die Schlappe gibt es viele: Einige Subinger sind noch in den Ferien, andere – leicht zu erkennen am mit weissem Tape abgedeckten Eintrittsbändeli – waren gedanklich eher beim Open Air Etziken als auf dem Fussballplatz.

Auch die bedenklich schwache Schiedsrichterleistung trug zur Höhe des Schlussresultats bei. Der Schiri übersah immer wieder das erste Foul und liess weiterlaufen, bis es zu einem groben Revanchefoul kam.

In der 50.Minute wurde Mitgel Largiadèr im Strafraum umgerissen, noch bevor er angespielt werden konnte. Dabei wurde dem jungen Subinger Stürmer fast die Schulter ausgerenkt und er musste verletzt ausscheiden. Aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Beim Stand von 1:3 machte ein im Strafraum am Boden liegender Hergiswiler ein klares Hands, das nicht gepfiffen wurde. Die Innerschweizer nutzten den Konter zu einem weiteren Tor und es hiess 1:4 statt 2:3.

Das sah Hergiswils Trainer Reto Burri, früherer YB-Profi, folgendermassen: «Diese krassen Fehler des Schiedsrichters haben Subingen den Rest gegeben. Wir haben sicher verdient gewonnen, aber etwas zu hoch.»

Vielleicht wäre alles anders herausgekommen, wenn Largiadèr in der 6. Minute Subingen in Führung geschossen hätte – aber der Ball ging nur an den Pfosten. Mit der Zeit setzten sich dann die körperlich viel robusteren Hergiswiler in den Zweikämpfen immer mehr durch. Wenn fast jeder kritische Ball beim Gegner landet, dann ist das kein Zufall mehr, dann muss das Zweikampfverhalten verbessert werden.

Ansätze offensiv, Mängel defensiv

Das Unglück nahm seinen Lauf, als in der 17. Minute Julian Flückiger seinen Gegenspieler umriss und Hergiswil mit dem fälligen Penalty in Führung gehen konnte. Dann fanden auf der linken Seite die Subinger gegen Thierry Stadelmann, der letzte Saison noch für Kriens in der Challenge League gespielt hatte, kein Rezept. Aber auch seinem Kopfballtor zum 0:2 ging ein krasser Stellungsfehler der Wasserämter voran.

In der Offensive zeigte Subingen einige positive Aktionen. Der Anschlusstreffer durch Selcuk Cubuk wurde zum Beispiel von Daniel Wiedmann sehr schön vorbereitet. Doch dann folgte beim 1:3 postwendend die nächste Situation, die zeigte, dass die konfus wirkende Defensive überhaupt noch nicht bereit ist.

Fazit: Subingen darf die schwache Schiedsrichterleistung nicht als Ausrede benutzen und muss jetzt das einzeltaktische Verhalten und das Stellungsspiel in der Defensive verbessern.