1. Liga Classic
FC Solothurn verliert gegen Muttenz 0:1 in Überzahl

Der FC Solothurn hatte in der ersten Halbzeit gegen Muttenz ein klares Chancenplus, spielte er doch in Überzahle. Schliesslich verlor er trotzdem mit 0:1.

Paul Ulli
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Solothurns Sven Hintermann (l.) musste hospitalisiert werden. Bieri

Solothurns Sven Hintermann (l.) musste hospitalisiert werden. Bieri

Vor einer Woche sah es auf und um den Muttenzer Sportplatz Margelacker noch ganz anders aus. Von der Polizei gesperrte Zufahrtsstrassen, Kampftruppen auf der Tartanbahn zwischen den Fanblocks, Ehrengäste aus Politik und Sport, Häppchenbars, TV-Kameras und vieles mehr begleiteten die Cup-Partie zwischen dem SV Muttenz und den Berner Young Boys. Doch an diesem Sonntagnachmittag war alles wieder bescheidener. Trotzdem war es sowohl für das Heimteam als auch für die Solothurner eine äusserst wichtige Partie im Kampf gegen den Abstieg.

Unter diesen Voraussetzungen kam dieses Spiel nur sehr schwer in die Gänge, obwohl der FC Solothurn in der Startphase die besseren der wenigen Torchancen hatte. Zuerst prüfte Jan Hartmann Muttenz-Goalie Steven Oberle und nur wenige Minuten später schoss Adrian Fleury nach einem missratenen Rückpass von Verteidiger Marc Tanner aus guter Position kläglich über das Tor. Ausser einem guten Freistoss von Patrick Hasler, welchen Oberle mit einer guten Parade aus der kurzen Torecke boxen konnte, waren zur Pause keine fussballerischen Höhepunkte mehr zu notieren.

Trotzdem kam in der 40.Minute grosse Unruhe auf. Bei einem Zweikampf zwischen Onur Akbulut und Jan Hartmann hatte der Muttenzer sein Bein etwas hoch und traf seinen Gegenspieler unglücklich am Kopf. Der Solothurner musste mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden und Akbulut wurde nach langen Diskussionen vom Schiedsrichter vom Platz gestellt.

Chancenplus in Unterzahl

So musste das Heimteam die ganze zweite Halbzeit in Unterzahl absolvieren und hatte trotzdem nach einer knappen Stunde eine gute Möglichkeit. Doch Artan Shillovas Weitschuss strich um Zentimeter am Torpfosten vorbei. Solothurns Torhüter Molina hätte im wahrsten Sinne des Wortes das Nachsehen gehabt. Dieses hatte er auch zwölf Minuten später, als der Zufallsabschluss von Alois Ribeiro am Pfosten landete. Elf Minuten vor Schluss kam es für die Gäste aus Solothurn dann aber ganz bitter. Shillova bediente bei einem Konter seinen Teamkollegen Sven Jegge mit einem herrlichen Zuspiel und der Routinier liess bei seinem Heber Goalie Molina nicht den Hauch einer Abwehrchance.