Was war das für ein sensationeller Einstand von Dariusz Skrzypczak: Der 51-jährige Pole, welcher das Zepter beim FC Solothurn auf die Saison 2017/18 von «Bidu» Zaugg übernommen hatte, startete in der 1. Liga mit zehn Siegen in Folge in die neue Spielzeit. Die Siegesserie riss erst am elften Spieltag Mitte Oktober beim 1:1-Remis in Münsingen. Auf dem Sportplatz Sandreutenen in Münsingen sollten knapp acht Monate später die Aufstiegs-Hoffnungen des FC Solothurn platzen.

Bis dahin dominierten die Solothurner ihre Erstliga-Gruppe beinahe nach Belieben. Am Ende der regulären Meisterschaft hatte der FC Solothurn 21 Siege, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen auf dem Konto. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Münsingen betrug 15 Punkte. Auf den FC Black Stars auf Platz drei, welcher sich ebenfalls für die Aufstiegsspiele qualifizierte, waren es gar deren 18 Zähler Reserve.

Der FC Solothurn hatte deutlich Kurs in Richtung Promotion League eingeschlagen. Die erste Aufstiegshürde bewältigte die Skrzypczak-Elf dann auch souverän. Nach dem 2:0-Auswärtssieg beim FC Lancy legten die Solothurner daheim ein 4:2 nach. Jetzt stand nur noch der langjährige Rivale Münsingen im Weg. Nach den beiden Unentschieden in der regulären Meisterschaft setzten sich die Solothurner im dritten Aufeinandertreffen vor eigenem Publikum mit 2:1 durch – dank Toren von Hannes Hunziker und Shpetim Arifi.

Auch das Rückspiel verlief während einer knappen Stunde nach dem Gusto des FC Solothurn. Doch dann ruinierten die Solothurner ihre Saison mit den schwächsten dreissig Minuten seit langem. In diesen kassierten sie drei Gegentore und verpassten dadurch den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse. «Wir müssen es nehmen, wie es ist», kommentierte Dariusz Skrzypczak seine erst dritte Niederlage im insgesamt dreissigsten Spiel als FCS-Trainer. «Es hat fast nichts gepasst und es ist uns leider nicht gelungen, ein Tor zu erzielen.» Und Mittelfeldspieler Raphael Koch fügte an: «Es ist eine Riesenenttäuschung, nach solch einer Saison den Aufstieg zu verpassen.»

Die Nachwehen des Nicht-Aufstiegs spürten die Solothurner auch noch in der Anfangsphase der neuen Saison. Nur zwei Punkte holte die Skrzypczak-Elf in den ersten vier Spielen. Erst im September nahm das Team allmählich Fahrt auf. Aus den letzten zehn Spielen resultierten stolze neun Siege und die dritte Punkteteilung. Die 30 Punkte aus 14 Spielen reichten zum zweiten Wintermeistertitel in Folge – vor Black Stars und GC II. Die Aufstiegs-Hoffnungen sind also zurück beim FC Solothurn.