Solothurn konnte im Kantonalderby gegen Wangen dem Abstiegsdruck überzeugend Stand halten. Die Hauptstädter sicherten sich die drei Punkte hoch verdient. Dies anerkannte auch Gästetrainer Goran Pekas vorbehaltlos: «Dies ist ein absolut verdienter Sieg der jungen Solothurner Mannschaft». Dieser vierte Sieg im vierten Heimspiel in Serie ist keine Selbstverständlichkeit. «Wir waren gut vorbereitet, hatten Lösungen und diese gut umgesetzt», freute sich FCS-Trainer Aziz Sayilir.

Trotz aller Fortschritte seit dem Trainerwechsel steht den Ambassadoren das Messer weiterhin am Hals. Denn: Schötz gegen Luzern U21 sowie Zofingen bei Thun U23 gewannen ebenfalls und Sursee spielte bei Concordia 3:3 unentschieden. Somit weisen auf den Rängen 9 bis 12 neu vier Mannschaften 26 Punkte auf – mit den Aarestädtern wegen der schlechtesten Tordifferenz auf Rang 12. Trotzdem: dieser Derbysieg gibt für die drei letzten Runden – bei Luzern U21, gegen Xamax und bei Sursee – viel Selbstvertrauen.

Solothurn-Trainer Aziz Sayilir verstand es, seinen Spielern die Nervosität zu nehmen. Mit ihrer positiven Einstellung nahmen die Platzherren das Heft sofort in ihre Hände. Trotzdem gingen die Wangner in der 31. Minute in Führung. Bei einem Konter konnte Gashi Cuinjinca im Strafraum nur regelwidrig stoppen (30.). Den Foulelfmeter versenkte Andonov souverän (31.). Ihre mentale Stärke demonstrierten die Einheimischen unmittelbar. Gashi korrigierte seine Intervention, indem er sofort mit einem 40-m-Pass Hunziker in den Lauf spielte. Knezevic unterlief diesen langen Ball. Der Solothurner liess Zivanovic technisch gekonnt in der weiteren Ecke keine Abwehrchance – der postwendende Ausgleich in Minute 32. «Warum sollten wir wegen diesem Penalty den Kopf verlieren?», sagte Sayilir.

Der Schalter bei der Platzelf war definitiv umgedreht. Das vermeintliche 2:1 durch Sasso nach Veronicas Pfostenschuss wurde noch wegen Offside annulliert (41.), aber die Rotweissen durften vor der Pause doch noch jubeln. Veronica köpfte in der ersten Nachspielminute auf Vorarbeit Fleurys zum 2:1 ein. «Wir machten Druck auf den Ball mit unserem Kurzpassspiel», sagte der FCS-Trainer.

Solothurn verlor die Spielkontrolle nie. «Was die Defensivabteilung leistete, war entscheidend», sah es Sayilir. Wangen konnte nie entscheidend Einfluss nehmen. In der 75. Minute verlor Dzombic gegen Sasso das Duell. Mertoglu übernahm und schoss auf Zivanovic. Nlend war beim Abpraller zur Stelle und staubte zum 3:1-Endstand ab. «Es hat gut geklappt, alle haben gut gearbeitet», fasste Sayilir zusammen.