Mit diesem undiskutablen 21. Saisonsieg gegen Schötz schrieb der FC Solothurn Geschichte: Die 66 Punkte stellen eine Rekordmarke dar. Seit der Ligareform mit der Einführung der Ersten Liga Classic auf die Saison 2012/13 – seit 2014/15 heisst sie wieder Erste Liga – erreichte bisher kein Gruppensieger diese Punktzahl. Ein weiterer Leistungsausweis: 14 dieser 21 Meisterschaftsspiele beendete die Truppe von Trainer Dariusz Skrzypczak ohne Gegentor.

«Nachdem wir so viel erreicht haben, wollen wir in den Aufstiegsspielen noch mehr erreichen», gibt der polnische Trainer vor der letzten Runde in Bassecourt ein klares Ziel vor. Auch Skrzypczak persönlich schwebt im Hoch. Am 5. März 2018 legte er in Warschau seine letzten Prüfungen ab und ist jetzt im Besitz der Trainer-UEFA-PRO-Lizenz. «Im Moment passt alles», sagt der 50-Jährige.

Penaltypfiff blieb aus

Nach vorsichtig gestalteten Startminuten gegen offensive Schötzer nahm das Geschehen ab der elften Minute Fahrt auf. Leo Schrittwiesers Solo wurde im Gästestrafraum von Innenverteidiger Nick Kälin abrupt gestoppt. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb jedoch stumm. Danach zwang Sacha Stauffer den Luzerner Hüter Dominic Stadelmann zu einer Abwehr, beim anschliessenden Eckball verpasste Waylon Grosjean mit dem Kopf nur ganz knapp (14.).

Die Zentralschweizer waren gekommen, um mitzuspielen. Die Platzherren setzten auf spielerische Mittel. Mit Kombinationen suchten sie den Durchbruch durch die gut stehende Gästeabwehr. Eine gelungene Kombination trug in der 27. Minute erstmals Früchte. Stauffer spielte links Shpetim Arifi an, der nach rechts zu Semir Bisevac weiterleitete. Die Startsturmspitze brauchte nur noch zu vollenden – 1:0. Die Stadion-Elf behielt die Übersicht. Bis zum Seitenwechsel konnte die Führung problemlos verwaltet werden.

Grosjeans Faustabwehren

Zwei besten Ausgleichsmöglichkeiten der Luzerner verhinderte Jeffrey Grosjean im FCS-Tor mit Faustabwehren den Erfolg: einen Zenger-Freistoss aus 25 Metern (60.) und einen Gashi-Direktversuch aus der Distanz (65.). Diese beiden Warnsignale lösten eine Reaktion der Einheimischen aus. Kämpferisch und tempomässig legten sie zu. Zunächst fehlte es an der Präzision. In der 77. Minute übernahm Marc Du Buisson links einen Querpass des rechten Aussenläufers Sergio Henzi.

Auf dessen Zurufen flankte der Captain zu Massimo Veronica. Dieser lief in diesen Ball und erhöhte mit dem Kopf herrlich auf 2:0. «Wir dürfen nun nicht überheblich werden, sondern müssen auf dem Boden bleiben und die Konzentration hochhalten», will Skrzypczak in der kommenden Regenerationsphase speziell die Präzision verbessern.