1. Liga
FC Solothurn macht den ersten Schritt Richtung Finalrunde

Der FC Solothurn gewinnt in der 1.-Liga-Qualifikationsrunde auswärts beim Lancy FC mit einem überragenden 2:0.

Pius Rüegger
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Dariusz Skrzypczak, Trainer FC Solothurn

Dariusz Skrzypczak, Trainer FC Solothurn

AZ

Eine ausgezeichnete Ausgangslage, die Finalrunde gegen Meyrin oder Münsingen zu erreichen, hat sich der FC Solothurn beim Lancy FC mit diesem 2:0-Auswärtssieg geschaffen. In der ersten Halbzeit machten es die Genfer den Deutschschweizern nicht leicht. Nach dem Seitenwechsel zollten die Platzherren ihrem Aufwand Tribut.

Offensiv startete Lancy in dieses Zwischenrunden-Hinspiel. In den ersten Minuten setzten die Genfer mit ihren schnellen Stürmern Solothurn unter Druck. Den Gästen gelang es jedoch, diesen Druck aufzufangen. Mit ihrem Aufbau von hinten holten sie optische Vorteile heraus. In der 17. Minute griff Lancy-Hüter Frédéric Dénérvaud Massimo Veronica in die Füsse. Mit einem Rush brachte Sacha Stauffer Loic Chatton in Abschlussposition. Dessen Querschuss lenkte Goalie Dénérvaud zur ersten Ecke ab (21.).

Doch die Romands liessen nicht locker. Ihre Sturmspitze Ange Nsilu verzog alleine (23.), Raffi Kaya verpasste links mit seinem Distanzschuss knapp (26.) und wieder Nsilu verfehlte rechts knapp (34.). Dazwischen verpasste FCS-Verteidiger Edin Hasanovic mit den Kopf einen Freistoss von Shpetim Arifi ebenso knapp (28.).

Andereggs Rettungsaktion

Die Welschen setzten in der Folge auf ihre Schnelligkeit und Technik. Sie schufen sich zwischenzeitlich klare Vorteile. Schnörkellos gingen die Gastgeber in den Abschluss. Mit ihren kraftvollen Abschlüssen brachten sie die Solothurner in Nöte. So musste Noel Anderegg in der 43. Minute knapp vor der Torlinie dazwischen fahren und zum zweiten Eckball abwehren.

Den Solothurnern bereitete Lancys Spielweise Mühe. Das Mittelfeld der Ambassadorenstädter tat sich schwer. Es blieb nach vorne ohne Wirkung. «In den ersten 45 Minuten hat der Gegner mit sechs Leuten im Angriff hohen Druck ausgeübt, den wir überstehen mussten», bemerkte Gäste-Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak.

Schrittwiesers Sturmlauf

Der Wiederbeginn fiel verhalten aus. Keiner suchte das Überraschungsmoment. Bis zur 53. Minute blieben die Aktionen harmlos. Wieder im Mittelkreis stoppte Lancys Sechser Alexandre Barroso schonungslos Raphael Koch und kassierte seine zweite Verwarnung – Gelbrot. Bereits in der 30. Minute hatte sich der Genfer die erste Gelbe des Spiels gegen Stauffer auf dem Anspielpunkt geholt. Diese Unterzahl spornte die Westschweizer aber umso mehr an. Das Heimteam intensivierte seine Offensivbestrebungen.

Nach dem überraschenden Wechsel von Topskorer Loic Chatton, der wirkungslos blieb, zu Defensivmann Sergio Henzi setzte der ebenfalls eingewechselte Leo Schrittwieser rechts zu einem Sturmlauf an. Zwei Meter innerhalb des Strafraums konnte Alexandre Infante dessen Dribbling nur penaltyreif beenden.
Diesen Elfmeter versenkte Shpetim Arifi nach einer Anlauffinte mit sattem Schuss souverän zum 0:1 (69.).

Die Entscheidung

Es war das fünfte Saisontor für den 21-jährigen Mittelfeldspieler, der zu Beginn der Saison zum FC Solothurn kam. Nach dieser Führung verstärkten die Ambassadoren ihre Angriffsbemühungen weiter. «Wir stellten gegen den müde gewordenen Gegner auf zwei Stürmer mit Stauffer und Hunziker um», erklärte Trainer Dariusz Skrzypczak. So lief Hannes Hunziker in der 82. Minute in einen Rückpass von Infante und erhöhte auf 0:2.

«Hunziker antizipierte richtig. Super, wie er in diesen Rückpass lief», so Skrzypczak. Damit war die Partie entschieden. Trotz diesem Zu-Null-Sieg warnte der Solothurner Trainer: «Es ist erst die erste Halbzeit gespielt, denn sie haben Potenzial mit ihren technisch starken und schnellen Spielern.» Das Rückspiel findet am Samstag um 17 Uhr im Stadion des FCS statt.

Matchtelegramm

Lancy - Solothurn 0:2 (0:0)
Stade de Marignac. – 300 Zuschauer. – SR: Rothenfluh. – Tore: 69. Arifi 0:1 (Foulpenalty), 82. Hunziker 0:2.

Lancy: Dénérvaud; Palermo, N’Diaye, Infante, Kaya; Barroso; Torres (84. Poceiro), Haliti, Pais, Qarri (76. Correia); Nsila (88. Pasche).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Anderegg, Du Buisson; Koch, Arifi (78. Müller); Veronica (58. Schrittwieser), Hunziker; Stauffer; Chatton (66. Henzi).

Bemerkungen: Lancy ohne Vuzi (gesperrt), Luisoni, Pedretti, Aiachi (alle verletzt) und Ravet (abwesend). Solothurn ohne Waylon Grosjan (gesperrt), Micelli (Aufbautraining) und Bleuler (verletzt). – Gelbrot: 53. Barroso (2. Verwarnung wegen Foul). – Verwarnungen: 30. Barroso und 94. Kohler (beide Foul). – Eckbälle: 3:4 (2:1).

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