Aufstiegskampf
FC Solothurn gewinnt erstes Spiel der Aufstiegsspiele gegen Yverdon mit 2:1

Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der FC Solothurn in den Aufstiegsspielen zur Promotion League dabei. Der Auftakt ist geglückt: Der FCS gewinnt gegen Yverdon zuhause mit 2:1.

Pius Rüegger
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Die Solothurner (im weissen Dress) wollen aufsteigen. Heute gelang ihnen der erste Schritt.

Die Solothurner (im weissen Dress) wollen aufsteigen. Heute gelang ihnen der erste Schritt.

Jürg Naegeli

Das taktische Foul von Koch in der 95. Minute vor dem eigenen Strafraum war das eine Foul zu viel. Der aufgerückte Innenverteidiger Dia Mbaye war mit dem Kopf zur Stelle, diesen Freistoss rein zu drücken. «Wenn man so lange kein Tor kassiert, ist es umso bitterer, wenn mit der letzten Aktion noch der Anschlusstreffer fällt», haderte Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg auch mit der für ihn zu langen Nachspielzeit.

Dieser Treffer in letzter Sekunde verändert für die Ambassadoren die Ausgangslage für das Rückspiel vom Samstag in Yverdon. «Dieses Auswärtstor ist für Yverdon sehr wichtig», stellte der Solothurner Trainer in seinem letzten Heimspiel fest. Und er fügte an: «Es wird schwer, aber nicht unmöglich.»

Zur Führung kombiniert

Die Waadtländer waren in die Deutschschweiz gereist, um aus ihrer Favoritenrolle mit dem Anpfiff die Spieldominanz zu erlangen. Bereits nach 26 Sekunden kam Chappuis zum ersten Abschluss. Die Einheimischen standen einem läuferisch starken, pfeilschnellen Gast gegenüber, der ihre Abwehr relativ leicht überlaufen konnte. «Der Rhythmus war brutal hoch und ungewohnt», anerkannte Zaugg.

Beide Teams verfochten eine offensive Strategie. Ohne Schonzeit entwickelte sich eine attraktive Partie. «Wir haben uns rasch gefunden und hatten auch das notwendige Glück» sagte Zaugg. Mit dem Führungstreffer belohnten sich sich die Ambassadoren und schlossen ihren ersten vorbildlichen Angriff mit dem Führungstreffer ab (16.). Stauffer setzte Chatton halbrechts ein, dessen Flanke Hunziker unbehindert verwertete. Nach diesem unerwarteten Rückschlag wurden die Welschen vorsichtiger, ohne bei ihrem aggressiven Forechecking abzubauen.

Solothurn spielte unbekümmert weiter und blieb hoch konzentriert. Dies war gegen diese athletisch und konzeptionell starke Mannschaft notwendig. Mit dem Wiederbeginn waren die Westschweizer bestrebt, den Rückstand auszugleichen. Rushenguziminega setzte ein Zeichen mit seinem Lattenschuss aus 35 Metern. Faktisch im Gegenzug kam Solothurn zu einem Freistoss. Diesen führte Nastoski rasch aus. Er fand links zu Stauffer. «Stauffer hat diesen Ball sauber ins gegnerische Tor geschlenzt», rühmte der Solothurner Teamchef.

Es blieb offensichtlich, Yverdon wollte das Auswärtstor. Die Platzherren stellten sich bis auf die letzte Sekunde konzentriert auf den Gegner ein. Damit wurde ihm der Raum für Anspielmöglichkeiten genommen. Yverdon erreichte dadurch klar mehr Spielanteile. Erst der aufgerückte Innenverteidiger Dia Mbaye brachte diese Ordnung mit seinem Aufrücken in der Nachspielzeit durcheinander – und das Anschlusstor.

Telegramm:

Solothurn – Yverdon 2:1 (1:0)

Stadion. – 850 Zuschauer. – SR Piccolo. – Tore: 16. Hunziker 1:0; 50. Stauffer 2:0, 96. Dia Mbaye 2:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch; Schrittwieser, Stauffer (88. Veronica), Nastoski (61. Asani), Hunziker; Chatton (84. Bisevac).

Yverdon: Brenet; Reis Rocha, Rossé, Dia Mbaye, Cazzaniga; Bamele (61. Moussilou); Deschenaux, Chappuis, Gudit, Khelifi (79. Da Silva); Rushenguziminega.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Fleury (gesperrt), Dembélé (verletzt), Disler (Familie) und Russo (Junioren). Yverdon ohne De Pierro, Glauser (beide verletzt), Bovay (Mannschaft), Lauper und Ruchat (beide nicht im Aufgebot). 49. Lattenschuss von Rushenguziminega. 63. Dia Mbaye wehrt auf der Linie einen Fallrückzieher von Hunziker ab. – Verwarnungen: 27. Gudit, 34. Reis Rocha, 42. Nastoski, 76. Asani, 80. Rushenguziminega (alle Foul), 83. Jeffrey Grosjean (Spielverzögerung), 85. Moussilou (Unsportlichkeit) und 95. Koch (Foul). – Eckbälle: 2:3 (2:0).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker: