Dieser Saisonauftakt vor 400 Zuschauer im Stadion Solothurn beinhaltete alles, was das Fussballspiel so populär macht: Platzverweis wegen einer Notbremse (12. Kollar), (Führungs-) Penaltytor (35. Soltani) nach einer Kombination zwischen Foul- und Handspiel (34. Waylon Grosjean), verschossener Foulpenalty durch einen international erfahrenen französisch-malischen Doppelbürger bei seinem Debüt (Dembélé) und Ausgleich in der letzten Nachspielminute für den Gastgeber (Bisevac). «Glücklich, aber nicht unverdient», so die Kurzbilanz von Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg.

Eine erste Duftmarke setzte Stauffer für den Platzklub bereits nach 84 Sekunden – sein Schuss flog über das Tor von Bassecourt. Getragen von der Euphorie im ersten Erstliga-Spiel des Vereins präsentierten sich die Jurassier als schnelle, bewegliche und offensiv orientierte Truppe. Mit ihrem positiven Einstieg legten sie defensive Unsicherheiten bei den Einheimischen offen.

Dass sie aggressiv die einheimischen Angriffe zu unterbinden beabsichtigten, wurde den Besuchern in der zwölften  Minute zum Verhängnis. Captain Kollar stoppte den heran stürmenden Bisevac rund zwanzig Meter vor dem eigenen Tor mit einer Notbremse – ein harter Platzverweis für den ambitionierten Aufsteiger.

Dann 22 Minuten später spielte den Romands das Spielglück in die Karten. Hayoz’ Konter stellte die Solothurner Abwehr vor grosse Probleme. Die Summe der Fehler führte zum Penalty, den Soltani sicher verwertete (35.). «Wir haben uns ungeschickt angestellt und waren zu Dritt; dies war ein Geschenk», stellte Zaugg klar.

Neuzugang verschiesst Penalty

«Wir haben es uns selbst schwer gemacht, wobei der Gegner defensiv sehr gut gearbeitet hat», anerkannte der FCS-Trainer die Gästetaktik. Knackpunkt für Zaugg war der verschossene Penalty. Tan wurde in der 67. Minute von Amaouche im Strafraum gefoult. Die Ausführung übernahm Dembélé – und fallierte.

Der Strafstoss des Routiniers fiel zu schwach und zu zentral gezielt aus. «Er sollte bei seinem ersten Einsatz nicht schiessen», sagte Zaugg nur. Schon bei seiner ersten Ballberührung eine Minute nach seiner Einwechslung hatte der Mali-Franzose bereits eine Hundertprozentige auf den Füssen.  Auch am Ausgleich war Dembélé beteiligt.

Nach dem weiten Auskick von Jeffrey Grosjean konnte er als Erster abschliessen, ehe Bisevac den Abpraller eindrücken konnte. «Wir haben Geduld gehabt bis zum Schluss, wobei wir Potential haben, weil sich unsere Stürmer vor allem im 1:1 zu wenig durchsetzen konnte», analysierte Zaugg. Dadurch nahm die optische Dauerüberlegenheit der zweiten Hälfte noch ein halbwegs positives Ende.

Solothurn – Bassecourt 1:1 (0:1)

Stadion. – 400 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tore: 35. Soltani 0:1 (Handspenalty); 94. Bisevac 1:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler (62. Dembélé), Waylon Grosjean, Anderegg, Du Buisson: Nastoski (76. Asani), Stauffer; Veronica (84. Kohler), Tan; Chatton, Bisevac.

Bassecourt: Weber; Steullet, Kollar, Ghomrani, Chiquet; Iseni; Boukaoui (72. Sarret), Lachat, Hayoz (45. Menanga); Soltani (77. Jolidon), Amaouche.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Zayas (verletzt), Hunziker (Ausland), Fleury, Hasanovic (beide Trainingsrückstand), Schrittwieser und Nedzipi (beide nicht im Aufgebot). Bassecourt ohne Mayer (verletzt), Randaxhe, Marchand, Ochs, Promise und Condi (alle abwesend). – 68. Dembélé verschiesst Foulpenalty. – Platzverweis: 12. Kollar (Notbremse). –Ver­war­nun­gen: 20. Hayoz, 28. Steullet (beide Foul), 34. Waylon Grosjean (Handspiel), 58. Boukaoui (Unsportlichkeit), 85. Sarret (Foul), 91. Weber (Spielverzögerung). – Eck­bälle 7:2 (3:2).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Bassecourt Solothurn