Fussball
FC Solothurn besiegt zu Hause Thuns U21 mit 4:2

Der Mann des Abends hiess nicht zufällig Paulo Cesar Ramos Vogt. Nach seiner persönlichen Torflaute beim 3:1 gegen Zürichs U21 und dem 4:1 in Zofingen war sein Ehrgeiz angestachelt. Er wollte seinen ausgeprägten Torinstinkt ausleben - und war an allen vier Toren beteiligt.

Pius Rüegger
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FC Solothurn besiegt Thuns U21 Solothurns Ivano Baeriswyl (rechts) gegen Thun's Sandro Christen.
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FC Solothurn besiegt Thuns U21 Solothurns Renato Steffen (rechts) gegen Thun's Mathias Plüss.
FC Solothurn besiegt Thuns U21 mit 4:2
FC Solothurn besiegt Thuns U21 Solothurns Renato Steffen (rechts) gegen Thun's Sandro Christen.
FC Solothurn besiegt Thuns U21 Solothurns Tobias Meier (links) gegen Thun's Fabio Donato.

FC Solothurn besiegt Thuns U21 Solothurns Ivano Baeriswyl (rechts) gegen Thun's Sandro Christen.

Marcel Bieri

«Ein Stürmer muss immer tausend Prozent bereit sein und schon die erste Chance nehmen, aber das gelingt nicht immer», sagte der 34-Jährige.

Mit seinen Saisontoren sechs bis acht ebnete er dem FC Solothurn den Weg zum verdienten Sieg über das hartnäckige, antrittsschnelle und technisch versierte U21-Team Thun Berner Oberland. «Auch wenn wir dieses Spiel gewonnen haben, haben wir noch nichts erreicht. Wir alle haben immer ein höheres Ziel vor Augen», sagte Vogt. «Wir dürfen nicht überheblich werden, denn wir müssen uns bewusst sein, dass wir uns vom zweitletzten Platz an die Spitze kämpften», betont Trainer Roland Hasler.

Dass ein Sieg nicht einfach in den Schoss fällt, mussten die Ambassadoren gegen Thun erfahren. Die 2:0-Führung durch Vogt - Baeriswyl leistete die Vorarbeit in der sechsten, Patrick Hasler in der 23. Minute - verleitete die Platzherren zu einer gefährlichen Nonchalence. Die Stadion-Elf liess in der Konzentration nach und stand nicht mehr nahe genug am Gegenspieler. «Die Mannschaft zeigte zu wenig Respekt vor einem guten Gegner», bemängelte Hasler. Mustafi (27.) und Volina (42.) nach einem Eckball profitierten von dieser schwachen Phase und holten den Rückstand nicht unverdient auf.

Haslers klare Worte in der Pause

Wieder brauchte es klare Pausen-worte des Trainers, um auf den Er-folgspfad zurückzufinden. Captain Liloia selbst zeigte, wie die neuen Direktiven umzusetzen sind. Als Innenverteidiger preschte er in der 57. Minute vor. Einmal mehr war Steffen der Auslöser. Der von ihm angespielte Vogt bewies Übersicht und legte seinem Captain zum 3:2 hin.

Die Oberländer gaben sich nicht geschlagen. Sie blieben für die Gastgeber weiterhin eine echte Herausforderung. Der FCS strebte mit seinem Tempospiel den vierten Treffer unmissverständlich an. Die Thuner mit ihren spritzigen Aussenläufern bildeten jederzeit eine Gefahr. Nach einem offenen Schlagabtausch konnte der Widerstand der Berner erst in der 88. Minute definitiv gebrochen werden. Steffen - dieses Mal links - bediente Vogt in der Mitte zum 4:2-Endstand. «Das erste Tor widme ich Jesus Christus. Dieses dritte Tor war das schwierigste, aber das schönste», un-terstrich der tiefgläubige Topskorer seine Bescheidenheit.