Der Ex-Wangner gab im März nach einer knapp zweijährigen Verletzungspause sein Comeback (wir berichteten). Nachdem Zimmerli in den letzten fünf Spielen – zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage – zu viel Einsatzzeit gekommen war, stand er gegen Wettingen nicht auf der FCO-Spielerliste. Nicht aufgrund einer neuerlichen Verletzung, einfach nur eine Vorsichtsmassnahme.

Mittelfeldspieler Samuel Fernandes stand Flavio Catricalà wegen einer Gelb-Sperre ebenfalls nicht zur Verfügung. Der FCO-Trainer nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Biberist einige Änderungen vor. Im Tor setzte er diesmal auf Thomas Husi statt Kay Trost. Dazu kamen die Verteidiger Fidan Krasniqi und Lum Jusufi sowie die Offensivspieler Marco Mirarchi und Hazir Zenuni neu in die Startelf.

Die Oltner machten gegen Wettingen während rund 25 Minuten einen sehr guten Job. Bereits in der zweiten Minute hätte Luca Schifferle den FCO in Führung schiessen können, scheiterte mit seinem Direktschuss aber am Gäste-Keeper. Die Startphase gehörte klar den Dreitannenstädtern. In der 18. Minute zwang Jusufi mit seinem Kopfball Wettingen-Goalie Markus Würsten zu einer spektakulären Parade.

Krasser Durchhänger

Doch plötzlich spielte nur noch der Gast aus Wettingen, der Oltens Anfälligkeit auf lange Bälle registriert hatte. Immer wieder wurden die beiden schnellen und jetzt omnipräsenten Sturmspitzen Polat Günes und Kürsat Kiybar gesucht. Der Führungstreffer in der 32. Minute hatte sich durch mehrere Chancen innert kurzer Zeit abgezeichnet. Der erneut mit einem Steilzuspiel lancierte Kiybar konnte locker mit viel Zeit einschieben. In der 38. Minute dann der nächste lange Ball Richtung FCO-Tor: Innenverteidiger Jusufi verlor das Laufduell gegen Günes, Torhüter Husi traute sich nicht raus – 2:0 für den Aargauer Meister 2017.

Nach der Pause kam Routinier Mario Panzeri für Justin Browne beim Stadtklub in die Innenverteidigung. Keine fünf Minuten später bewahrte er den FCO vor dem 0:3. Kiybar luchste Krasniqi den Ball ab, umkurvte Goalie Husi, Panzeri brachte im letzten Moment noch den Fuss dazwischen. Wettingen war zweikampfstark und blieb dank eines gutes Pressings am Drücker. In der 53. Minute scheiterte Leiven Keller solo an Husi. Dessen Vorderleute produzierten mit ihren Weitschüssen höchstens Halbchancen.

In der 67. Minute ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Oltner. Gäste-Goalie Würsten holte Miro Golob, der in der 55. Minute ins Spiel gekommen war, mit einer Notbremse von den Beinen. Der FC Olten konnte die letzten rund 25 Minuten in Überzahl bestreiten. Was dem Heimteam deutlich Aufwind verlieh. Olten drückte auf den Anschlusstreffer. Captain Giovanni Gerardi traf in der 70. Minute die Lattenoberkante, danach brachten Panzeri (73.), Zenuni (84.) und Schifferle (85.) den Ball ebenfalls nicht im Tor unter.

Logisch was dann kam: das 0:3. Ein kurioser Treffer. Zwei Wettinger standen deutlich im Abseits, die Oltner blieben wie angewurzelt stehen und ein Dritter, nämlich Lukas Hövel, profitierte. Der schnappte sich den Ball, legte quer für Kiybar, und der beste Mann des Spiels traf zur Entscheidung. In der Nachspielzeit gelang Jusufi noch der Ehrentreffer.

Dulliken mit Kantersieg

In der Tabelle fiel der FC Olten auf den zehnten Platz zurück. Direkt dahinter liegt der FC Dulliken, welcher den Strichkampf gegen die zweite Mannschaft des FC Wohlen gleich mit 6:2 gewann und auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz kletterte. Wangen bei Olten ist neu Achter. Das Team von Trainer Juan Castro holte beim FC Dietikon einen Punkt (2:2). Die Wangner vergaben in der Nachspielzeit eine 2:0-Führung und somit den möglichen Dreier. Chancenlos war der FC Biberist. Die Wasserämter verloren gegen Pajde mit 0:4 und fielen wegen Rothrists Sieg auf den letzten Platz zurück.