Fussball 2. Liga

FC Mümliswil verliert gegen Härkingen das erste Heimspiel auf neuem Platz

Das erste Spiel auf dem neuen Rasen verlief nicht wie erhofft für den FC Mümliswil.

Das erste Spiel auf dem neuen Rasen verlief nicht wie erhofft für den FC Mümliswil.

Der FC Mümliswil verliert sein erstes Heimspiel seit knapp eineinhalb Jahren mit 1:2. Dafür wurde den Zuschauer ein schönes Rahmenprogramm zu Wiedereröffnung des Sportplatzes geboten.

Feste soll man feiern, wie sie fallen, heisst es im Volksmund. Dies beherzigte der FC Mümliswil anlässlich der langersehnten Rückkehr auf den Heimplatz im Brühl. Während beinahe 18 Monaten mussten die Mümliswiler wegen der Sanierung des Brühls im Exil antreten. Die Einweihung der renovierten Heimstätte wussten die Guldentaler gebührend zu feiern: Im Festzelt wurde für das leibliche Wohl gesorgt, die Musikgesellschaft Konkordia gab einige Ständchen zum Besten und gefühlt das halbe Dorf war da.

In der Tat hat der FCM allen Grund zum Feiern. Der neue Untergrund im Brühl präsentierte sich in einem sensationellen Zustand und dürfte in der Region seinesgleichen suchen.

Alles war also angerichtet für Festspiele der Mümliswiler, welche nach einer unerwartet schlechten Hinrunde in der zweiten Saisonhälfte zur Aufholjagd ansetzen wollen. Diese vermochten jedoch die hohen Erwartungen nicht zu erfüllen. «Wir haben uns so viel vorgenommen für diesen speziellen Match, konnten es aber nicht umsetzen. Das ist sehr enttäuschend», meinte der sichtlich geknickte FCM-Aussenläufer Robin Disler.

Gewiss liessen es die Platzherren nicht an Leidenschaft und Willen vermissen, doch mangelte es im Angriffsspiel oft an der Umsetzung und in der Verteidigung gewährte man dem Gegenüber regelmässig zu viele Freiheiten.

Härkingen mit Eckbällen und Traumtor zum Sieg

Etwas überraschend und dennoch logisch gingen die Gäste mit dem beliebten Mittel der stehenden Bälle in Führung. Verpasste Härkingens Sturmspitze Lukas Oeggerli nach zehn Minuten am zweiten Pfosten noch den Kasten, machte er es drei Zeigerumdrehungen später besser. Erneut konnten die Gäste einen Eckball zur Mitte schlagen, wo Oeggerli die flach hereinfliegende Kugel aus Kurzdistanz über die Linie drückte.

Nicht nur in dieser Situation agierten die Mümliswiler und insbesondere Torhüter Fabio Gradwohl zu zögerlich, womit es bei ruhenden Bällen angesichts der Physis der Gäuer im FCM-Strafraum regelmässig brandheiss wurde. «Wir haben das in der Teamsitzung noch angesprochen und wollten deshalb unbedingt Standards für Härkingen verhindern, was uns überhaupt nicht gelang», ärgerte sich Disler angesichts von alleine in der ersten Hälfte neun (!) Eckbällen für den FCH.

Das unablässige Nachsetzen der Heimmannschaft wurde kurz vor dem Pausenpfiff – ebenfalls nach einem Standard – belohnt. Es war Patrick Wehrli, der das Leder per Kopf nach einem Freistoss über die Linie drückte.

Man hätte meinen können, dass der FCM mit der Egalisierung kurz vor der Halbzeit mit neuem Mumm aus der Kabine kommen würde. Allein, diesen zu entfalten, dafür bleib keine Zeit. Keine zwei Minuten waren gespielt, da legte sich Yannick Oumaray eine Gasser-Flanke von rechts im gegnerischen Strafraum gekonnt zurecht und zimmerte das Leder mit einem Strich via Lattenunterkante ins Glück. «Man weiss, wo das Tor steht, schaut, wo der Gegenspieler steht und dann habe ich meine Chance gesehen und abgezogen», nannte Oumaray sein simples Rezept zum Treffer mit dem Prädikat Traumtor. Nach diesem Paukenschlag zum Auftakt der zweiten Hälfte tauchten die Guldentaler, ähnlich wie die sich nun hinter aufziehenden Wolken versteckende Sonne, gänzlich ab.

So bleibt der neue, feine Untergrund für Mümliswil noch kein Punktegarant, womit es vorerst einen Rang tiefer in den Keller geht. Mit der anstehenden Heimspielserie hofft Disler auf die Trendwende – doch: «Der Platz alleine kann es nicht richten für uns, wir müssen spielerisch zulegen», blickte er nach vorne. Derweil positioniert sich Härkingen neu als Zweiter und dürfte mit seiner kompakten Verteidigung und einem klaren Plan in der Rückrunde das Mass aller Dinge sein im unteren Kantonsteil.

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